Elftes Kapitel.
Der Krieg zwischen Sparta und Theben. Feldzüge desAgesilaus, Pelopidas und Epaminondas (378—362).
§. 69. Ursachen des Krieges. — I. Erste Hälfte des Krieges bis zur Schlacht beiLeuktra incl. (378—371). — §. 70. Krieg in Böotien. Thaten des Agesilaus undPelopidas. — §.71. Seekrieg zwischen Athen und Spiarta. Thaten des Chabrias,Timotheus, Iphikrates. — §. 72. Allgemeiner Friede, mit Ausschluss von Theben;— Krieg Spartas gegen Theben allein; — Schlacht bei Leuktra (372—371). —II. Ziceite Hälfte des Krieges nach dem Siege bei Leuktra (371—362). — §. 73.Folgen des Sieges bei Leuktra. — Krieg im Peloponnes. — Erster und zweiterFeldzug des Epaminondas im Peloponnes (371—368). — §. 74. Krieg in Thessa-lien. — Erster und ziceiter Feldzug des Pelopidas in Thessalien (368—367). —§. 75. Krieg im Peloponnes (366—365). — Dritter Feldzug des Epaminondas imPeloponnes (366). — §. 76. Dritter Feldzug des Pelopidas in Thessalien (365). —Thaten des Epaminondas zur See. — §.77. Krieg im Peloponnes (364—362). — Vier-ter und letzter Feldzug des Epaminondas im Peloponnes (362). — Zweite Schlachtbei Mantinea. — Allgemeiner Friede. — §. 78. Allgemeiner V eberblick über dasKriegswesen der Griechen und den Stand der Kriegskunst im Allgemeinen, undder Kunst der Kriegführung im Besonderen bei den Griechen, vom Einfall derPerser in Griechenland bis zur Zeit Philipp's von Macedonien.
Quellen: Kenophoris griechische Geschichte, Plutarch, Diodor von Sicilien, Corne-lius Kepos, Polybius und die früher genannten.
§.69.Ursachen des Krieges.
Durch den Frieden des Antalcidas zum Vollstrecker desselben be-stimmt, hatte Sparta aufs Neue die Suprematie in Griechenland erlangtund begann wieder in hochmüthiger rechthaberischer Weise zu verfahren,die Schwächeren zu unterdrücken, die Autonomie (Selbstverwaltung) derStädte streng zu überwachen und nirgends die Bildung irgend welcherBündnisse zu dulden. Im Jahre 382 hatte es sich ausserdem aber hinter-listiger Weise und unter Beihülfe der thebanischen Aristokraten, der