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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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10. Krieg Spartas mit den Persern. Feldziige des Agesilaus. 275

einen Krieg zu beenden, der für Sparta selbst nur verderblich und fürAthen vortheilhaft sein konnte. In Folge davon wurde Antalcidas behufsFriedensunterhandlungen mit Tiribazus abermals nach Kleinasien ge-schickt. Und bald (im Juni 387; legte Tiribazus im Namen des Artaxerxesden Gesandten der griechischen Staaten folgende Friedensbedingungenvor: 1) Alle griechischen Städte in Asien, ebenso die Inseln Klazomenäund Cypern sollen wieder Eigenthum des Artaxerxes werden; 2 alleübrigen grossen und kleinen griechischen Städte sollen unabhängig sichselbst verwalten (oukovofj.oi), ausgenommen die Inseln Lemnos, Imbrosund Scyros , welche wie früher unter athenischer Botmässigkeit verblei-ben. Den diese Bedingungen nicht Annehmenden drohte Artaxerxes mitKrieg zu Wasser und zu Lande und in Verbindung mit denjenigen, welchesie annähmen. und denen er mit Geld und Schiffen zu Hülfe zu kommen. versprach. Aber alle griechischen Staaten ohneUnterschied nahmen diesevon Artaxerxes vorgeschriebenen Bedingungen an, und der für Persienso günstige, aber für Griechenland und besonders für Sparta höchstschimpfliche Friede, in der Geschichte unter dem Namen der Friededes Antalcidas bekannt, beendete also den zwölfjährigen Kriegzwischen Sparta und den Persern nebst dem griechischen Bunde.

Dieser Krieg zeigt fast noch denselben Charakter, wie der pelopon-nesische, dessen Fortsetzung er gewissermassen war, einigermassen da-von verschieden nur durch die abweichende gegenseitige Lage, und dieandern Zwecke und Mittel beider kriegführenden Theile. Besonders hater grosse Aehnlichkeit mit den letzten acht Jahren des peloponnesischenKrieges (412404). Die Thaten des Iphikrates und besonders des Age-silaus waren die geschicktesten und die beachtenswerthesten des Kriegesund gewähren Interesse und Belehrung.

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