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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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270 II. Vom Anfang der griech.-pers. Kriege bis zum Tode Alexanders d. Gr.

etwa 6U0 Mann stark, und einer Mora Reiterei, die wahrscheinlich be-deutend schwächer an Zahl war, die Amykläer durch Sicyon einen wei-ten, aber darum auch weniger beschwerlichen und gefährlichen Weg, alsder gerade und nächste, der nach Lakonien führte. Nachdem Korinthungehindert passirtwar, aber noch in bedeutender Entfernung von Sicyon,übergab er die Amykläer dem Befehlshaber der Reiterei, dem er auftrug,sie so weit zu begleiten, wie sie selbst es wünschen würden, und dannschleunigst zurückzukehren, um das schwere Fussvolk auf dem Rück-marsch nach Lechäum noch einzuholen. Der Polemarch wusste, dass inKorinth viele Truppen ständen; die Erfolge der spartanischen Waffenhatten ihm aber Kühnheit und Selbstvertrauen gegeben, und er fürchtetenicht im Geringsten, dass irgend wer wagen würde, die spartanischeschwere Infanterie anzugreifen. Zum Unglück für ihn befand sich gradeIphikrates mit athenischen Peltasten und Hopliten in Korinth. Kaumhatte dieser den Rückmarsch des Polemarchen mit dem Fussvolk alleinbemerkt, als er sofort aus Korinth aufbrach ; und während die athenischeschwere Infanterie in einiger Entfernung nachfolgte, begannen die athe-nischen Peltasten mit ihren Geschossen die rechte, den Athenern zuge-wendete und nicht mit Schilden geschützte Seite des Feindes zu beun-ruhigen. In dieser schwierigen Lage musste der Polemarch seinen Marschfortsetzen. Als aber schon viele von seinen Hopliten verwundet, anderegefallen waren, befahl er der jüngsten Altersklasse der Hopliten, dieathenischen Peltasten anzugreifen, zurückzuwerfen und zu verfolgen.Aber die frühere Niederlage der athenischen Peltasten durch spartani-sches schweres Fussvolk, von der vorher die Rede war, hatte dem Iphi-krates eine nützliche Lehre gegeben, und jetzt verhielten sich die Pel-tasten schon ganz anders. Leicht und behende wichen sie den verfolgendenSpartanern aus, die schwer bewaffnet und schwerfällig waren, machtenaber sofort wieder gegen sie Front, sobald diese sich zurückzogen, ver-wundeten und tödteten viele von ihnen und zwangen die übrigen, in denSchutz der Hauptmacht sich zurückzubegeben. Auf diese Weise war derPolemarch gezwungen, auch alle alten Hopliten zum Kampf zu schicken.Schon waren die besten und tapfersten Hopliten grösstentheils verwundetoder todt, als endlich die spartanische Reiterei herankam. Der Polemarchgab ihr den Befehl, mit den jüngeren Hopliten gemeinschaftlich die athe-nischen Peltasten anzugreifen. Aber anstatt die verfolgenden Peltastenabzuweisen, blieb die schlechte spartanische Reiterei stets in gleicherHöhe mit ihrem Fussvolk, machte mit ihm zugleich Halt und dann wie-der Kehrt, so dass sie eben so viel wie jenes durch die Geschosse ein-büsste. Mehr und mehr durch diese Verluste geschwächt, und währenddie Athener immer kühner und stärker andrängten, machten die Spar-taner endlich auf einem kleinen Hügel Halt, 2 Stadien (etwas mehr als '/i