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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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268 II. Vom Anfang der griech.-pers. Kriege bis zum Tode Alexander's d. Gr. -

Spartanern zu übergeben (393). Nun besetzte Iphikrates einen bedeu-tenden Theil von Arkadien, und so gross war der Schrecken, welchenseine Peltasten hervorbrachten, dass sogar die arkadischen Hopliten sichnicht aus ihren Städten hervorwagten. Die Spartaner allerdings fürch-teten des Iphikrates Peltasten weniger. Als einst Iphikrates dem sparta-nischen Heer begegnete und die Peltasten, ihrer Gewohnheit gemäss,nach Entsendung ihrer Wurfgeschosse anfingen dem Handgemenge aus-zuweichen, stürzten die spartanischen Hopliten sich so eilig auf sie. dasssie mehrere von ihnen erreichten, tödteten und die Uebrigen gefangennahmen. Seitdem waren die athenischen Peltasten schwer zu bewegen,mit den spartanischen Hopliten auf nähere Entfernung sich in ein Gefechteinzulassen. Den übrigen peloponnesischen Truppen gegenüber kämpftensie aber stets mit Erfolg und Nutzen. So schlug z.B. Iphikrates mitihnen bei dem korinthischen Hafen Lechäum ein Corps schweren Fuss-volks von Mantinea. Trotz alledem fürchteten die Athener immer, dassdie Spartaner den Einfall in Attika erneuern möchten, den sie schon sooft und mit solchem Schaden für Athen zur Zeit des peloponnesischenKrieges ausgeführt hatten. Um sich dagegen zu sichern, beschlossen sie,den Spartanern die korinthische Landenge wegzunehmen und die halbzerstörten langen Mauern von Korinth wieder aufzubauen. Demzufolgewurden alle athenischen Truppen auf die korinthische Landenge geschickt,und unter ihrem Schutze stellten eine grosse Menge Sklaven zuerst inwenigen Tagen die westliche Mauer her, nach der Seite von Sicyon, unddann auch die östliche.

Um der Verwüstung des Peloponnes durch Iphikrates eine Ende zumachen und sich ihrerseits wieder der Landenge von Korinth zu bemäch-tigen, übergab die spartanische Regierung-wiederuni dem Agesilaus denOberbefehl über das Heer und seinem Bruder Teleutias die Führung derFlotte, um Agesilaus zur See zu unterstützen (392). Agesilaus verwüsteteArgolis, und Teleutias erschien mit 12 Dreiruderern im saronischen Meer-busen. Auf diese Weise die Aufmerksamkeit und die Kräfte des griechi-schen Bundes nach dorthin ablenkend, ging Agesilaus rasch über dieBerge, welche Argolis von Korinth trennen, führte einen unvermuthetenAngriff auf die langen Mauern und die Schiffswerfte von Korinth aus undbemächtigte sich derselben. Dies war ein geschicktes Manöver, der Er-folg sehr wichtig. aber wie es fast gewöhnlich geschah, Sparta nützteihn nicht aus und verfolgte die so glücklich begonnenen Unternehmungennicht. Die verbündeten Truppen wurden entlassen, Agesilaus aber musstemit den spartanischen Truppen nach Lakonien zurückkehren, um dieFeier des Hyacinthienfestes zu begehen. So durch die Abhängigkeit vonden Ephoren gebunden, konnte er dem Kriege nicht die für Sparta gün-stige Wendung geben, welche zu erreichen gewesen wäre, wenn Agesi-