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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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9. Der Aufstand des Jüngern Cyrus und der Rückzug der 10,000 Griechen. 247

die befestigte Hauptstadt dieses Stammes aus, welche sich in den Händender Letzteren befand. Dieser Angriff ist darum von Bedeutung, weilauch hier wieder das Heer des Cyrus in Lochen mit Intervallen aufge-stellt war, in denen sich die Bogenschützen befanden, so dass das vor-derste Glied derselben ein wenig zurückstand gegen das vorderste Gliedoder die Frontlinie der Hopliten. Als Grund dafür, dass die Schützenzwischen die Lochen der Hopliten gestellt waren, führt Xenophon an,dass der Feind behende und rasch im Lauf, schnell gegen die Front derGriechen vorbrach, seine Steine schleuderte und ebenso rasch wiederzurückeilte. Die Griechen aber, welche in der angegebenen Schlacht-ordnung ihn angriffen, schlugen ihn so leicht und schnell in die Fluchtund nahmen die feindliche Stadt im Sturm.

. Die Tibarener sandten den gegen ihr Land heranziehenden GriechenAbgesandte mit Geschenken entgegen, zum Zeichen friedlicher Gesin-nungen. Das Heer des Cyrus wollte diese Geschenke zurückweisen unddie Tibarener wie Feinde behandeln, d. h. das Land ausplündern, undnur mit Mühe und durch einen Ausspruch der Seher konnte es davon ab-gebracht und zu friedlichem Verhalten überredet werden.

Als es bei seiner Ankunft bei Kotyöra, einer griechischen Pflanz-stadt von Sinope , von Seiten der Kotyoraner nicht freundschaftlich em-pfangen wurde, plünderte es die Umgegend und rüstete sich sogar zurEinnahme der Stadt selbst. Bald wurde indessen ein Vertrag geschlos-sen, kraft dessen die Kranken des Heeres in Kotyöra aufgenommen undSchiffe zusammengebracht werden sollten, um das Heer zur See nachHeraklea zu schaffen, und Lebensmittel für dasselbe geliefert wurden.Die ausserordentlichen Schwierigkeiten und Hindernisse, welche derLandmarsch von Kotyöra nach Sinope und Heraklea darbot, sowie daszweifelhafte Gelingen der Beschaffung von Schiffen in der für das Ueber-setzen des ganzen Heeres des Cyrus erforderlichen Anzahl, gaben Xeno-phon den Gedanken ein, das Heer an der Westküste des Pontus Euxinusfür immer anzusiedeln. Als diese Absicht beim Heere bekannt wurde,entstand die höchste Unzufriedenheit; Meinungsverschiedenheit und Streitbrachen aus, und es kam zu offener Empörung, die nur durch das be-stimmte Versprechen der Führer, das Heer nicht in Kleinasien anzu-siedeln, sondern es nach Griechenland zu führen, gedämpft werdenkonnte.

In Heraklea forderte das Heer eine starke Geldcontribution in derHöhe eines Monatsgehaltes. Da es dies nicht erhielt, und im höchstenGrade zerwühlt von Uneinigkeit, theilte es sich zuerst in drei Theile, vondenen der eine, unter Führung von selbstgewählten Führern, sich zumMeere wendete, nach den Ufern Bithyniens , der andere unter Chiri-sophus' Befehl zum Meeresufer, nach dem thracischen Bosporus zog,