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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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9. Der Aufstand d«B jiingefn Cyrus und der Rückzug der 10,000 Griechen. 243

Monaten seit dem Abzug von Kunaxa, also Ende December 401 oder AnfangJanuar 400) erblickten die Griechen von der Höhe eines Berges herab inder Ferne das Meer, den Pontus Euxinus. Sein Anblick versetzte sie indas lebhafteste Entzücken. Aber noch war es ein langer Weg bis zumEnde der Mühen und Entbehrungen ! Nachdem auf dem Gipfel des Ber-ges ein Siegeszeichen von Steinen und dem Feinde abgenommenenW äffen errichtet war, zogen die Griechen in drei Tagemärschen durch dasLand der Makronen, mit welchen sie einen Vertrag schlössen. Die Makro-nen gaben ihnen Lebensmittel und zeigten ihnen den nächsten Weg indas benachbarte Land der Kolchier. Beim Einrücken in dieses letzterestiessen sie auf einen hohen, aber ersteigbaren Berg, auf dessen Gipfelsie eine grosse Menge bewaffneter Kolchier erblickten. Um den Berg zuersteigen und die Kolchier anzugreifen, formirten sich die Griechen ihrerGewohnheit gemäss in geschlossener tiefer Linie. Aber Xenophon stellteihnen vor, dass diese Formation beim Ersteigen des Berges bald vonselbst verloren gehen würde und dann die Soldaten, wenn sie dies be-merkten, die so nothwendige Zuversicht und Kühnheit verlieren müssten,und dass der Feind die tiefe Stellung der Griechen leicht umfassen könnte.Wenn aber, sagte er, sie sich in geschlossener, aber dünner Linie formir-ten, so würde bei der grossen Anzahl Feinde es diesen leicht sein, anirgend einer beliebigen Stelle diese Linie zu durchbrechen, und dannwürde das ganze griechische Heer geschlagen sein. Deshalb rieth er. dasHeer in Lochen mit solchen Zwischenräumen aufzustel-len, dass die Lochen der Flanken nicht den feindlichenFlanken gegenüber, sondern noch weit rechts und linksdarüber hinaus ständen, mit andern Worten, dass die Front derGriechen länger würde als die Front des Feindes. Auf diese Weise, fügteer hinzu, werden beide Flügel im Stande sein, die beiden feindlichenFlügel zu umfassen, einzelne Anführer und die besten Krieger werdenvoraus eilen, jeder Lochos kann sich den bequemsten Weg aussuchen;endlich wird es auch dem Feinde schwer fallen, zwischen den Intervalleneinzudringen, da er sich dann zwischen zwei Reihen griechischer Lanzenbefände, und ebenso wird es ihm schwer sein, die einzelnen Lochen zuschlagen, da diese sich gegenseitig unterstützen und einer dein andernr zu Hülfe kommen werden und schliesslich werde der Feind, sobaldauch nur ein Lochos den Gipfel des Berges erstiegen habe, nicht mehrWiderstand zu leisten vermögen. Die Meinung Xenophon's wurde ge-billigt und das griechische Heer in Lochen aufgestellt, deren es fast 81)waren, jeder ungefähr 100 Hopliten stark. Die Psiloi und Bogenschützenwaren in drei Abtheilungen getheilt, jede ungefähr 600 Mann stark. Einederselben stand auf dem äussersten rechten Flügel, die andere auf dem

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