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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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234 n. Vom Anfang der griech.-pers. Kriege bis zum Tode Alexander's d. Gr.

und den Persern entgegen zu gehen, oder Truppenabtheilungen gegendiese zu detachiren. Das Letztere war nutzlos , weil die Perser flohen,sobald die Griechen gegen sie anrückten: zu weit vom. griechischen Heeredurften sich die Abtheilungen nicht entfernen, weil sie sich der Gefahraussetzten, abgeschnitten und geschlagen zu werden. Alle diese Gründezwangen die Griechen, dein Käthe des Xenophon zu folgen und I ) ausden beim Heere befindlichen Khodicrn eine Abtheilung Schleuderer zuformiren, ungefähr 200 Mann stark, welche bleierne Kugeln zweimal soweit warfen, als die Perser ihre Steine, und dabei ausserordentlich sichertrafen, und 2) ungefähr 50 Keiter, mit Panzern und Thierfellen ge-schützt , auf den beim Heere vorhandenen Pferden beritten zu machen.Diese Schleuderer und Keiter leisteten den Griechen in allen Schar-mützeln und Affairen mit den Persern grosse Dienste. Seitdem war derErfolg fast immer auf Seiten der Griechen , denn die Perser hielten sichstets in der Entfernung der Kugeltreffweite von den rhodischen Schlcu-derern, und wenn sie näher zu kommen wagten, so wurden si6 mit Ver-lust abgewiesen und in die Flucht gejagt. Mit den Handwaffen anzu-greifen und sich in ein Handgemenge mit den Griechen einzulassen,wagten sie nicht, da sie das griechische schwere Fussvolk sehr fürch-teten.

So beschlossen sie denn, die Griechen nur fortwährend zu beun-ruhigen, zu ermüden, durch Angriffe im Rücken und von den Seiten auf-zuhalten, und wenn und wo es möglich war sie durch Wurfgeschosseaus der Ferne zu schwächen. Des Nachts entfernten sie sich gewöhnlichweit von den Griechen und schlugen ihr Lager mehr oder weniger fernvon ihnen auf, bisweilen 60 Stadien weit ' 10'/. 2 Werst = l 1 /?. M. ca.)und noch weiter. Xenophon erklärt dies damit, dass sie nächtliche Ueber-fälle sehr gefürchtet hätten; denn sie hatten die Gewohnheit, Nachtsihre Pferde abzusatteln und abzuzäumen und sie an den Füssen ge-fesselt weiden zu lassen; sie selbst legten Waffen und Rüstung ab. Beieinem nächtlichen Alarm gebrauchten sie daher, um Pferde und Reiterkampfbereit zu machen, sehr viel Zeit und geriethen in grosse Verwir-rung und Unordnung, indem sie nur mühsam fertig wurden. Dieser Um-stand in Verbindung mit jenem, dass die Perser die Griechen nur imRücken verfolgten, aber nicht wagten, ihnen den Weg in der Ebene zuverlegen, und das Land am Wege nicht zu verwüsten vermochten, warder Grund, dass die Griechen die Nächte in Ruhe zubrachten, auf demPlatz ihres Nachtlagers bis Mittag halten blieben, dann durch forcirteMärsche thunlichst weit von den Persern sich entfernten und endlichüberall auf ihrem Wege die nöthigen Lebensmittel fanden ; die Gefechtemit den Persern fanden meist in der zweiten Hälfte des Tages statt.

Nach fünf Tagemärschen vom Zabarus hatten die Griechen die gros-