21 6 n. Vom Anfang der griech.-pers. Kriege bis zum 'Jode Alexander'.« d. <>r.
treibüng ihrer Haüclelszölle im Hellespont. dem Bosporus und dem PontusEnxiiius zu hindern. Chalcedon wurde belagert, Pharnabazus, welcherdieser Stadt zum Ersatz herbei eilte, geschlagen, ein Friedensvertragmit ihm geschlossen, und Byzanz belagert. Die Anbänger der Athenerin Byzanz übergaben diese für ihn höchst wichtige Stadt an Alcibiades.und nun. nachdem er alle griechischen Colonien am Hellespont und inThracien unterworfen hatte, kehrte er nach Athen zurück, wo er alsSieger mit den grössten Ehren empfangen wurde i408).
§. 59.Die letzten drei Kriegsjahre (407—404).
Mit dem Jahr 407 nahm der Krieg eine entschieden für Sparta undden peloponnesischen Bund günstige Wendung. Die wesentlichsten Ur-sachen hierzu waren zwei gleichzeitig erfolgende Ernennungen: inPersien die durch König Darius IL vollzogene seines jungen Sohnes Cyruszum Statthalter der Provinz Kleinasien bis zum Halysflusse. — und inSparta die des Lysander zum Anführer der neuen peloponnesischenFlotte. Cyrus, noch ein Jüngling, zeichnete sich schon durch hohestaatsmännische Begabung und vortreffliche Geisteseigenschaften aus.
— in Lysander aber gewann Sparta einen Feldherrn,, wie es seit Brasi-das keinen ähnlichen gehabt hatte, und der würdig Jenem zur Seite ge-stellt werden konnte. Eine innige Freundschaft verband Cyrus mit Ly-sander : Sparta und der peloponnesische Bund hatten fortan an Cyrusund den Persern wahre treue Bundesgenossen und erhielten von ihnenhinreichende Geldmittel, um die Flotte unterhalten und den Krieg kräf-tig weiter führen zu können.
Den Athenern drohte die grösste Gefahr, und Alcibiades beschloss.um sie zu retten, wiederum rasche und entscheidende Massregeln zu er-greifen. Im Frühjahr 407 lief er aus Athen mit 100 Dreiruderern aus undsegelte, nachdem er die abgefallene Insel Andros wieder unterworfenhatte, zum Vorgebirge Notium nahe bei Ephesus. wo Lysander zu dieserZeit schon mit 90 Dreiruderern lag. Alcibiades Hess die athenische Flotteam Vorgebirge Notium unter dem Befehl des Antiochus mit der strengenWeisung, sich in keinen allgemeinen Kampf mit der feindlichen Flotteeinzulassen, zurück und begab sich für seine Person an das äolische Ufer,
— wie Xenophon sagt: um mit Thrasybulus, der dort die StadtPhocäa befestigte, weitere Massregelu zu verabreden.Aber dieser Grund erscheint nicht stichhaltig und man muss annehmen,dass er noch einen andern geheimen Grund hatte. Nach Alcibiades' Ent-fernung beging Antiochus die Unvorsichtigkeit, ein Einzelgefecht anzu-bieten, welches sich bald in einen allgemeinen Kampf verwandelte, der