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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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206 II. Vom Anfang der griech.-pers. Kriege bis zum Tode Alexanders d. Gr.

ihnen keinerlei erhebliche Vprtheife im Kriege. noch bedeutende Mittelzu der Durchführung seines Hauptzweckes einbringen konnte. endlich4] forderte sie sehr grosse Opfer und Ausgaben und bot grosse Mühenund Gefahren dar. Aber Alcibiades, der im Kriege überhaupt, und be-sonders in der Einmischung in die sicilischen Angelegenheiten ein Mittelsah, sieh auszuzeichnen, höher zu steigen und seine Macht in Athennoch mehr zu erweitern und zu befestigen. indem er zugleich hoffteSicilien zu erobern, vermochte die Athener dazu, dass sie den Egestäerndie erbetene Hülfe zusagten. Es wurde beschlossen. ein starkes Heerund Flotte unter der Führung von Nicias, Alcibiades und Lamaehus nach.Sicilien zu schicken. Die grössere Hälfte des Jahres 416 verging mitlebhaften Zurüstungen dazu, zu Anfang Sommer des folgenden Jahres,415. sammelte sich die Flotte und das Heer bei der Insel Korcyra, vonwo sie zu den Ufern Italiens Uberschiffen und dann längs derselben nachRhegium fahren wollten. Die Flotte bestand aus 134 üreiruderern und130 Schiffen mit Vorräthen, und das Heer aus 5100 Hopliten ^darunter2200 athenische) . 1 300 Psiloi 400 athenische, 80 kretische Bogen-schützen, 700 rhodische Schleuderer und 120 megareische Ausgewan-derte). :'0 Reitern, im Ganzen aus 6430 Mann. Nicias, Alcibiades undLamaehus erhielten den Auftrag: 1) Egesta Hülfe und Schutz zu gewäh-ren, 2" 1 die leontinische Republik wieder herzustellen , und 3 überhauptalle die Massregeln zu ergreifen, welche den Umständen entsprächen,oder unerlässlich schienen und für den athenischen Staat vor-teilhaft wären.

Die Syrakusaner, welche jetzt eben Egesta belagerten, erfuhren dieEntsendung der athenischen Flotte nebst Heer nach Sicilien, fingen abersich zur Verteidigung zu rüsten erst dann an, als die athenische Flotteschon bei Rhegium eintraf. Hier erfuhren deren Feldherren. dass sienicht auf die Mitwirkung irgend einer sicilischen Stadt rechnen dürften,Egesta und Leontini ausgenommen. und selbst von diesen war unmög-lich wesentliche Unterstützung zu erwarten. Dies bereitete ihnen schongrosse Schwierigkeiten. Nicias, äusserst vorsichtig und dabei gegenseinen Willen und Ueberzeugung zum Anführer ernannt. rieth , das be-lagerte Egesta zu entsetzen und, wenn keine Möglichkeit wäre die leon-tinische Republik herzustellen. dann, um Heer und Flotte zu erhalten,ungesäumt nach Athen zurückzukehren. Alcibiades schlug vor. zuerstdurch Unterhandlungen Bundesgenossen und Hülfstruppen. Lebensmittelund thätige Unterstützung zu gewinnen und zugleich denEinfluss von Syra-kusund Selinus Selinontc, die wichtigste Stadt Siciliens nächst Syrakus)zu schwächen, und dann erst entschieden und angriffsweise gegen diesebeiden Städte vorzugehen. Lamaehus endlich rieth, mit allen Kräftenunverweilt und plötzlich Syrakus anzugreifen, indem er vorstellte, dass