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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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8. Der pgloponnesische Krieg:>().")

daraus entstehenden fortwährenden inneren Umwälzungen und Aende-rungen der Politik, dies Alles zusammen waren die Ursachen. dassdie Verhältnisse in Griechenland im Allgemeinen sich mehr und mehrverwickelten, die Leidenschaften aufs Heftigste enthrannten, und in denverschiedenen Orten Griechenlands kleine, vereinzelte, mehr oder minderwichtige kriegerische Actionen vorkamen. Die wichtigste derselben indieser Zeit war der Krieg zwischen Argos und Sparta, der mit der Nie-derlage der Argiver und ihrer Bundesgenossen endete, in der erstenSchlacht bei Mantinea (418)-?), wonach Argos sich mit Sparta gegen Athenverbündete. Bald aber trat in Argos eine innere Umwälzung ein, undAlcibiades brachte durch Intriguen einen Bund gegen Sparta zwischenAthen, Argos und den Feinden Spartas im Peloponnes zu Stande.

So gingen sechs Jahre nach Abschluss des Friedens dahin, als plötz-lich die Einmischung der Athener in die Anlegenheiten Siciliens denKrieg zwischen' Sparta und Athen zu erneuter und erhöhter Wuth an-fachte.

11.Die zweite Hälfte des Krieges (415404).

§ 57.Unternehmung Athens gegen Sieilien.

Sicilien bot damals ganz dasselbe Bild dar, wie Griechenland. Dievon griechischen Ansiedlern gegründeten und bewohnten sicilischenStädte führten fast fortwährende Kriege unter einander. Die mächtigstederselben, Syrakus, hatte den Vorrang und die Herrschaft über dengrössten Theil der übrigen erlangt und stand in lebhafter Fehde gegen die,welche sich ihr noch nicht unterworfen hatten. Unter diesen die bedeu-tendsten waren Leontini und Egesta (oder Segesta). Die Erstere wurdegenommen und zerstört, die Letztere rief die Athener um Hülfe an. Ver-geblich bemühten sich die Freunde des Friedens, darunter vornehmlichauch der aufrichtige und verständige Nicias, die Athener von der Ein-mischung in die Angelegenheiten Siciliens abzuhalten, welche sie nichtnur für mühselig und nutzlos, sondern sogar für äusserst schädlich undgefährlich für die athenische ltepublik hielten. In derThat war diese Ein-mischung I ' durchaus nicht in Uebereinstimraung mit dem hauptsächlichenpolitischen Zweck der Athener in dem Kriege, 2) schwächte sie die Athenerin Griechenland, namentlich in den griechischen Meeren, und in dieserSeeherrschaft lagen doch die Hauptmacht Athens und die Hauptbe-dingungen ihrer Erfolge und Triumphe , 3 zog sie die Hauptkräfte undActionen der Athener in entfernte Gegenden und Meere, deren Besitz

*) Hierzu s. Beilage I