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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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200 II- Vom Anfang der griech.-pers. Kriege bis zum Tode Alexander s d. Gin

sischen Hopliten hielten mit Mühe, aber lange den Hagel von Geschossenund die Angriffe der athenischen Psiloi von allen Seiten her aus, endlich,ermattet und mit Wunden bedeckt, zogen sie sich in eng geschlossenenG-liedern zu der erwähnten Verschanzung zurück, heftig verfolgt und ge-drängt von den Psiloi, viele von ihnen fielen. Sie erreichten indessendie Schanze., setzten sich darin fest und vertheidigten sie mit Erfolg nochgeraume Zeit. die starke unzugängliche Stellung sicherte ihre Flankenund Rücken und zwang die Athener, sich in mühsamen und nutzlosenFrontalangriffen zu erschöpfen. Endlich jedoch wurde der Kampf-unddamit das Schicksal der peloponnesischen Hopliten fast in derselben Weiseentschieden, wie das jener Kämpfer bei Thermopylä. Der Anführer derMessenier. welche zum athenischen Corps gehörten, führte einen Theilderselben verdeckt auf Umwege* in den Rücken der peloponnesischenHopliten. Somit in Front und Kücken angegriffen, würden sie bald ver-nichtet worden sein, wenn nicht Kleon und Demosthenes den Kampf ein-gestellt und ihnen vorgeschlagen hätten. sich zu ergeben, worauf siedenn nach einigen Unterhandlungen auch eingehen mussten und. noch292 Mann stark (darunter 120 Spartaner , die Waffen streckten. Dieandern 128 Mann waren im Kampf gefallen.

Damit endigte die Einschliessung von Pylos und Sphakteria. nach-dem sie, von dem ersten Kampf am Ufer des Hafens bis zur Gefangen-nehmung der Hopliten, im Ganzen 72 Tage gedauert hatte. Die Pelopon-nesier zogen von Pylos ab und kehrten in ihre Städte heim , nach ihnengingen die Athener nach Athen zurück, mit Hinterlassung einer Garnisonvon naupaktischen Messeniern in Pylos (Nachkommen derjenigen messe-nischen Auswanderer, welche die Athener, nach der Eroberung vonMessenien durch die Spartaner , in Naupaktus angesiedelt hatten). Diegefangenen peloponnesischen Hopliten wurden nach Athen geführt unddort sämmtlich hingerichtet, trotz aller Anstrengungen, welche die spar-tanische Regierung und sogar die verständigeren Athener zu ihrer Rettungmachten. Dieses ungerechte und grausame Verfahren der Athener er-regte in Griechenland allgemeine Missstimmung und erhöhte den Hassgegen sie.

§. 55.

Die letzten drei Jahre der ersten Hälfte des Krieges bis zum Absehluss

eines Separatfriedens zwischen Sparta und Athen (424422).

Seit dem Tode des Perikles war, ungeachtet der Zügellosigkeit derdemokratischen Partei in Athen. der Erfolg in diesem Kriege beständigauf Seiten der Athener gewesen. Dies kam daher, dass die athenischeRegierung mit grosser Energie und Entschiedenheit handelte, dass dieAthener auch nach des Perikles Tode seinen weisen Kriegsplänen noch