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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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S. Der pelopdnn"e8isclie Krieg. 'illl

ferner folgten, und dass sie ausgezeichnete Staatsmänner und Heerführerhaften: der peloponnesische Bund und besonders die Spartaner handeltenunentschieden und deshalb wenig geschickt, und seit Anbeginn desKrieges besassen sie keinen einzigen hervorragenden Führer.

Auch nach der Gefangennahme der Hopliten auf Sphakteria bliebden Athenern das Glück treu. Zu Ende des Jahres 125 und Anfang 12 Ischlugen sie die Korinther und verwüsteten deren Gebiet, entschieden dieinneren Kämpfe auf Korcyra zu Gunsten der Volkspartei und besetztendie Insel Cythera nahe der Südküste Lakoniens, die von Periöken be-wohnt und von Sparta abhängig und verwaltet war. Die Einnahme vonCythera war in militärischer Beziehung ebenso wichtig wie die Besetzung von Pylos; im Besitz dieser beiden Punkte waren die Athener im Stande,'von diesen aus in das Herz des Peloponnes einzubrechen und die sparta-nischen Heloten zur Empörung aufzureizen, was die Spartaner besondersfürchteten. Ferner verwüsteten die Athener die Ostküste des Peloponnes.eroberten und verbrannten Thyrea; eine Colonie der Aegineten und denSpartanern zugehörig, und erschlugen seine Bewohner. Mit diesen Er-folgen wuchsen auch täglich die Kräfte der Athener auf dem Festlande,ihr Hochmuth und ihre Masslosigkeit. Die Spartaner dagegen wurdenkleinmüthig, sahen sich zur Unthätigkeit gezwungen und konnten nichtallein ihrer Bundesgenossen Besitzungen, sondern auch ihre eignen nichtschützen.

Da veränderten plötzlich zwei Ereignisse: die Empörung der thra-cisehen Städte gegen Athen und die'von Sparta zu deren Unterstützungerfolgende Entsendung von Truppen unter des Brasidas Befehl. voll-kommen die Lage der Dinge.

Die aufständigen thracischen Städte , der macedoiiische König Per-dikkas und Sparta schlössen mit einander einen Bund gegen Athen. DieSpartaner waren gern bereit ein Hülfsheer nach Thracien zu schicken,da sie hierin ein Mittel erblickten, den Krieg "von Lakonien und Spartafort zu verlegen, die athenischen Colonien an den thracischen und mace-donischen Küsten des ägäischen Meeres zu erobern und dadurch dieAthener der reichen Quellen ihrer Einkünfte zu berauben und ihnen einenempfindlichen Schlag beizubringen. Aber der Marsch der spartanischenTruppen nach Thracien ging nicht ohne Störung und Beschwerden vonstatten, denn sie mussten durch das den Athenern verbündete Thessalienziehen. Der jugendliche Spartaner Brasidas. der bis dahin eine Unter-führerstelle im Heere bekleidet und sich mehr als einmal durch ausser-gewöhnliche Tapferkeit, Geistesgegenwart, Unternehmungslust, Thätig-keit und kriegerische Begabung hervorgethan hatte, übernahm dieschwierige Aufgabe das Heer nach Thracien zu führen und wurde zumOberfeldherrn ernannt. Vorher aber zog er noch gegen Megara, das sich