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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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198 II. Vom Anfang der griech.-pers. Kriege bis zum Torte Alexanders d. Gr.

Bester wurden geschlagen, zu Lande wie zur See . und sandten einigeDreiruderer nach Bauholz aus. um Belagerungsmaschinen zu eonstruiren.Inzwischen aber näherte sich die athenische Flotte, die auf dem Wegevon Zakynthus her sich schon auf 50 Triremen verstärkt hatte. Als ihreAnführer sahen, dass die peloponnesische Flotte im Hafen von Pylos lagund nicht ins offene Meer zum Kampf heraiisrückeu wollte, sondern sichfertig machte, sie im Hafen zu empfangen. schlugen sie die vorderstenihnen entgegen geschickten peloponnesischen Schiffe, nahmen fünf der-selben Aveg. beschädigten viele und machten dann einen allgemeinenentscheidenden Angriff auf die Hauptmacht der peloponnesischen Flotte,welche an den Ufern des Hafens ihre Zuflucht suchte. Es entstand einharter, lang dauernder Kampf am Ufer, der damit endete, dass die pelo-ponnesische Flotte geschlagen und in dem Hafen von Tylos eingeschlossenwurde, die peloponnesischen Hopliten aber auf der Insel Sphakteria vonihr und dem Laudheer abgeschnitten und durch die athenische Flotte ein-geschlossen wurden.

Um die Hopliten zu retten, welche den vornehmsten Familien Spartasund des Peloponnes angehörten, sehlug die Regierung von Sparta denAnführern der athenischen Flotte einen Waffenstillstand vor auf so lange,bis Gesandte nach Athen gereist und Unterhandlungen wegen Freilassungder eingeschlossenen Hopliten gepflogen wären. Die athenischen Feld-herren willigten ein, forderten aber, dass ihnen sowohl die peloponne-sische Flotte im Hafen von Pylos, als alle langen d. h. Kriegs-) Schiffe,welche an den Ufern Lakoniens sieh befänden, ausgeliefert würden, undverpflichteten sich ihrerseits während der Dauer des Waffenstillstandszu gestatten, dass die spartanischen Hopliten auf Sphakteria mit Lebens-mitteln versorgt würden, nach der Rückkehr der spartanischen Gesandtenund Ablauf des Waffenstillstandes aber alle peloponnesischen Schiffe inderselben Zahl und Verfassung zurückzugeben , in der sie dieselben er-halten hätten. Die Regierung von Sparta ging auf diese Bedingungenein und ungefähr 60 peloponnesische Schiffe wurden in Pylos den Athe-nern übergeben. der Waffenstillstand abgeschlossen und die GesandtenSpartas gingen nach Athen. Aber die Unterhandlungen zerschlugen sichin Folge des Hochmuths und der übermässigen Forderungen der demo-kratischen Partei, oder besser gesagt, ihres Hauptes Kleon. und trotzder friedliebenden Nachgiebigkeit der Gesandten. Nach der Rückkehrdieser Letzteren forderten die Peloponnesier von den Athenern die ver-sprochene Rückgabe der Schiffe. die Athener aber behielten sie unterverschiedenen nichtigen Vorwänden in ihren Händen, und da sie nun auf70 Triremen verstärkt waren, so.schlössen sie die Hopliten auf Sphak-teria nur noch enger ein. Aber trotz aller ihrer AVachsamkeit konntensie dennoch nicht ganz verhindern, dass die Peloponnesier auf Schleich-