7. Der erste griechisch-persische Krieg. |s7
vorbrannten, nachdem sie sich des Lagers bemächtigt hatten, alle dortvorhandenen persischen Schilfe.
So endigte der Einfall des Xerxes in Griechenland mit der vollstän-digen Vernichtung des Heeres und der Flotte der Perser nach zwei Feld-zügen, aus denen die Griechen ruhmgekrönt hervorgingen, und die. wiean sich selbst, so auch durch ihre Resultate eins der denkwürdigstenKriegsereignisse in der Geschichte Griechenlands bilden.
§• 51-Der Krieg von 478 bis 449.
Nach den Siegen von Platäa und Mykale setzten die Griechen nochmit Unterbrechungen dreissig Jahre lang den Krieg mit Persien fort, abernicht mehr blos defensiv innerhalb der Grenzen Griechenlands, sondernangriffsweise auf dem Meere und auf den Inseln und Küsten Kleinasiens,in der Absicht, ihre Stammesgenossen von der persischen Herrschaft zubefreien. Dieser Krieg bestand aus Expeditionen zur See gegen ver-schiedene griechische Inseln und Seestädte, welche unter persischerHerrschaft standen > und aus coinbinirten A.ctionen zu Lande und zuWasser an den Ufern Kleinasiens, des Hellesponts, der Propontis undThraciens. Der Erfolg war hierbei stets auf Seite der Griechen, und dieHauptacteurs waren stets die Athener. Da diese in der Fortsetzung desKrieges mit den Persern die Mittel zur Erweiterung ihrer Macht, zur Erwer-bung neuer Kräfte und neuen Ruhmes, und zu ihrer politischen Erhöhungerblickten, so hatten sie gleich nach der Schlacht bei Mykale schon denionischen Griechen thätige Hülfe geleistet zur Unterwerfung des Helle-sponts. Leotychides kehrte. ohne die Folgen seines Sieges abzuwarten,mit der ganzen verbündeten griechischen Flotte nach Griechenland zu-rück, die athenischen Schiffe ausgenommen . welche unter Xanthippus'Befehl standen. Während dessen aber fielen ein grosser Theil der Städtedes griechischen Kleinasiens und fast alle bei Kleinasien liegenden grie-chischen Inseln von den Persern ab, traten dem Bunde der europäischenGriechen bei, und Xanthippus, der nun die verbündete athenisch-ionischeFlotte befehligte, säuberte die griechischen Städte des Hellesponts vonden Persern '479—478'. Weitere sieben Jahre lang waren die Athenerthätig und erfolgreich zu Lande und zur See den griechischen Städten undTnseln Kleinasiens bei Verjagung der Perser behülflich. Die Spartanerbemerkten das allmälige Anwachsen der Kräfte und der Macht Athensin dem für sie günstigen Kriege mit den Persern, und wollten den Ober-befehl in demselben wieder an sich reissen : sie schickten daher Pausaniaszur athenisch-ionischen Flotte, um deren Führung zu übernehmen. Er voll-führte, mit Aristides und Cimon gemeinschaftlich . ein Unternehmen »zurSee gegen Cypern und Byzanz, nahm den Persern einen Theil der erste-