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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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186 II- Vom Anfang der grieoh.-pers. Kriege bis zum Torte Alexander's d. Gr.

vor der Niederlage, welche demselben in Folge der vorhergehenden Mass-regeln des Mardonius drohte, der den Griechen schon namhafte Verlustezugefügt, ihnen Wasser und Lebensmittel abgeschnitten und ihre Truppen,mit Ausnahme der spartanischen und athenischen, in Schrecken und Ver-wirrung gebracht hatte.

Während dies auf dem Festlande geschah, waren die persische undgriechische Flotte bis zum Herbst unthätig geblieben, die erstere beiSamos, die letztere bei Delos. Im September endlich ging die griechischeFlotte, aus 250 Dreiruderern bestehend, unter Führung des spartanischenKönigs Leotychides nach Samos. auf Bitten der Einwohner dieser Insel,welche versicherten, dass die ionischen Griechen sofort gegen die Perseraufstehen würden, sobald die griechische Flotte bei den ionischen Inselnerschiene. Um diese Zeit waren die besten Schiffe und Mannschaften derpersischen Flotte von ihren Führern in die phönizischen Häfen entsandt.Mit den übrigen Schiffen zogen sich bei Annäherung der griechischenFlotte die Perser an das Vorgebirge Mykale an der ionischen Küste zu-rück, wo 60,000 Perser unter Tigranes' Befehl in einem Lager standen.Die Schiffe wurden ans Land gezogen und ein Ringwall gemacht. DieSamier, denen die Perser nicht trauten, wurden durch diese entwaffnetund unter Bewachung in die Mitte des Lagers gestellt; der Schutz derGebirgspässe im Rücken des Lagers ward den Milesiern anvertraut.

Die Griechen, durch diesen Rückzug ermuthigt und auf die Mitwir-kung der Ionier rechnend, folgten der persischen Flotte und landeten amTage der Schlacht bei Platäa Abends unweit des persischen Lagers, wosie alle auf den Schiffen befindlichen Landtruppen und eine grosse Anzahlvon Ruderern dazu ausschifften. Die Athener, Korinther, Sicyonier undTrözenier rückten unter Xanthippus, dem Führer der athenischen Schiffe,gegen das persische Lager längs des Ufers vor, die Spartaner und dieübrigen Griechen unter ihrem Anführer Leotychides in einiger Entfernungvom Ufer über die Höhe des Bergzuges. Um die Truppen noch mehr an-zufeuern, verbreitete Leotychides das Gerücht, dass Pausanias den Mar-donius in Böotien aufs Haupt geschlagen habe (von dem Siege bei Platäakonnte er noch keine Nachricht haben). Die Truppen des Xanthippus,welche zuerst an das persische Lager kamen, griffen die ihnen entgegengehenden Perser heftig an, warfen sie zurück und drangen bei der Ver-folgung in das Lager ein. Die Samier verschafften sich sofort Waffen undfielen von hinten über die Perser her. Die Perser kämpften sehr hart-näckig; nach Ankunft des Leotychides wurden sie fast alle aufgerieben.Die anderen asiatischen Truppen waren gleich bei Beginn des Kampfesaus dem Lager in die Gebirgspässe geflohen, dort aber auf die Milesier ge-stossen und wurden grösstentheils gleichfalls niedergemacht. Die Griechen