] 84 n. Vom Anfang der grieeli.-pers. Kriege bis zum Tode Alexander's d. C4r.
nicht herausgelassen waren. Zu der für diese Bewegung festgesetztenStunde der Nacht rückte das griechische Centruni zuerst ab. ging aber inFurcht und Unorduuug ganz rasch, besser gesagt — lief — bis unter dieMauern von Platäa. Die Spartiaten und Lacedämonier und hinter ihnendie Athener, wurden durch den Eigensinn eines Unterbefehlshabers desspartanischen Fussvolks, Amompharetus mit Namen, an ihrer Stelle fest-gehalten, welcher durchaus nicht den Gesetzen Spartas entgegen mit seinemTruppencorps vor den Persern zurückgehen wollte. Da alle Ueberredungs-versuchc bei ihm umsonst waren, so ging Pausanias schon bei anbrechen-dem Tage mit den nächsten spartanischen Truppen am Fuss und Abhangdes Cithäron entlang auf die Insel zu. Die Athener folgten dieser Bewe-gung im Thale zwischen den Bergzügen und dem Asopus. Als Amom-pharetus sah, dass das ganze Heer abzog, war auch er endlich gezwun-gen, dem Pausanias zu folgen und stand im Begriff ihn zu erreichen, alsdie. persische Reiterei, von Mardonius persönlich geführt, über denAsopus hervorbrach und heftig drängend hinter den Spartanern einher-stürmte. Die übrigen asiatischen und afrikanischen Truppen des Mardo-nius folgten ihr in Unordnung und in der Ueberzeugung, dass die Griechenflöhen und dass sie dieselben leicht schlagen und vernichten würden.Von der persischen Reiterei in die Enge getrieben, rief Pausanias dieAthener um Hilfe an, und Aristides machte sich schon auf, die Spartanerfrei zu machen, als er selbst von den Böotiern und den übrigen den Persernverbündeten Griechen mit Ungestüm angefallen wurde. Da das Terrain,auf dem die Spartaner sich befanden (am Abhang des Cithäron), für dieAction der persischen Reiterei ungünstig war, so stiess das Fussvolk desMardonius seine Schilde fest in die Erde und sandte nun dahinter, wievon einem Wall, einen Hagel von Geschossen hervor. Die Spartiaten undLacedämonier nebst 3000 bei ihnen befindlichen Tegeaten und allenHeloten, deren etwa 53,000 Mann waren) hielten diesen Hagel ziemlichlange aus: da dies ihnen aber zu viele Menschen raubte, so gingen sieendlich gegen die Perser vor. In dem nun folgenden blutigen Handge-menge fochten des Mardonius Truppen mit gleicher Tapferkeit und Aus-dauer wie die Griechen, da sie aber keine Schutzwaffen hatten und keinefeste Ordnung, so führten sie. unbekannt mit straffer taktischer Gliede-rung, lauter vereinzelte Angriffe auf die Griechen aus, welche die festeund undurchdringliche Phalanx dieser weder zu erschüttern noch zu über-wältigen vermochten. Bald fiel Mardonius tödtlich getroffen, die auser-lesene Perserschaar, um ihn sich drängend, ward vernichtet, und nunwandte sich das ganze Perserheer in der grössten Unordnung zur Fluchtzum Asopus und über denselben zu ihrem Lager. Artabazus. der denMardonius um seine Ernennung zum Oberfeldherrn beneidet hatte unddessen Absicht, die Griechen anzugreifen, entgegen gewesen war, hatte