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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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180 H. Vom Anfang der griech.-persi Kriege bis zum Tode Alexander'a d. Gr.

rig verbündet, so dass die Perser ihre Verpflegung gesichert wussten undsich aus macedonischen Truppen und denen der europäischen Griechenverstärken konnten. Die Peloponnesier aber, neben den Athenern dieeinzigen Repräsentanten des griechischen Bundes, waren mehr für sich,als für Griechenland besorgt, und ergriffen eine Folge des zwischenSparta und Athen herrschenden Neides und Uebelwollens nicht eherentschiedene Massregeln um die Perser definitiv zurückzuschlagen, bisdie sichtbare Gefahr und dringendste Notwendigkeit sie dazu zwangen.Mardonius, der vollkommen einsah, wie wichtig und nützlich für seinHeer die Mitwirkung einer Flotte sei, versuchte alle Mittel, um die Athenerauf die Seite der Perser zu ziehen und trug ihnen zu dem Zwecke durchVermittelung des macedonischen Königs Alexander ein vortheilhaftesBundniss mit Xerxes an. Einstimmig wurde sein Vorschlag von Athenund dem griechischen Bunde verworfen, und nun rückte Mardonius imFrühjahr 479 in Böotien auf demselben Wege ein, den im vorigen JahreXerxes genommen hatte. Schon war er in Böotien, und für den SchutzAttikas war von Seiten des griechischen Bundes noch Nichts geschehen,so dass die Bewohner dieser Landschaft aufs Neue genöthigt waren, siezu verlassen und auf der Insel Salamis Zuflucht zu suchen. Im Juni zogMardonius nach Attika, nahm Athen in Besitz und da ein erneuter Ver-such, die Athener zu einem Bundniss mit Xerxes zu überreden, wiederscheiterte, so verbrannte und zerstörte er diese Stadt und gab Attika derPlünderung durch sein Heer Preis.

Da erst bewogen die Klagen der Athener, Platäer und Megareer,welche die spartanische Regierung der Nichterfüllung ihrer, der Pelopon-nesier, Pflichten als Glieder des griechischen Bundes beschuldigten, dieEphoren, aus Sparta 5000 spartanische Hopliten und mit ihnen 35,000Heloten oder Psiloi 'je 7 auf 1 Hopliten) zu entsenden, unter dem Befehldes Pausanias, eines Sohnes von Kleombrotus. Nach diesen wurden noch5000 lacedämoiiische Hopliten mit eben so viel Psiloi abgeschickt. Allediese Truppen mussten nach ihrer Vereinigung mit den Peloponnesiern(ungefähr 21,000 Hopliten und mehr als 23,000 Psiloi), die auf der Land-enge von Korinth standen, unter Pausanias' Oberbefehl nach Attika rücken.

Durch die Argiver heimlich hiervon benachrichtigt, zog sich Mardo-nius verständiger Weise eilends aus Attika nach Böotien zurück, denndie von Pausanias gemachte Bewegung drohte die Perser von dem ihnentreu ergebenen Böotien abzuschneiden, wo das, mehr als in Attika, freieund ebene Terrain besser für die Action ihrer zahlreichen Cavallerie ge-eignetwar und wo sie um so günstiger zum Gefecht standen, als sie Thebenin ihrem Rücken hatten. Den Fluss Asopus in seiner Niederung über-schreitend, ging Mardonius an seinem linken Ufer stromauf und stelltesich nahe dessen Austritt aus dem Berge Cithäron links des Ufers auf,