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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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7. Der erste griechisch-persische Krieg 1 79

zu der berühmten Sehlacht, in welcher die Griechen einen vollständigenSieg errangen. Die persische Flotte wurde total geschlagen. 200 Drei-ruderer derselben in den Grund gebohrt und ein grosser Theil andererSchiffe von den Griechen genommen, welche ihrerseits, den griechischenSchriftstellern nach, 40 Triremen verloren.

Der Sieg bei Salamis entschied das Schicksal des Feldzugs. DieNiederlage der persischen Flotte verbreitete Schrecken und Entsetzenunter den Persern, beraubte ihr Landheer der Mitwirkung der Flotte undzwang Xerxes zur Rückkehr nach Asien. Die Reste der geschlagenenFlotte wurden zum Schutz der Brücke nach dem Hellespont gesandt. Mar-donius wurde mit 300,000 auserlesenen Kriegern nach Thessalien undMacedonien geschickt, um im folgenden Jahre die Unterwerfung Griechen-lands zu vollenden, das gesainmte übrige persische Heer und Xerxesselbst gingen schleunigst durch Macedonien und Thracien nach Asien zu-rück. In fürchterlicher Unordnung floh das persische Heer, überall aufseinem Wege das Land plündernd und verheerend; es kamen grosseMassen durch Hunger, böse Krankheiten und vom Schwert der Feinde um.Zur Zeit dieser Flucht wagte Chalcidice, ein Küstenstrich in Macedonien.der von Griechen bewohnt war, sich offen gegen die Perser aufzulehnen.Ein Unterfeldherr des Mardonius, Artabazus, belagerte dessen beide Haupt-städte Olynthus und Potidäa. Olynthus ergab sich bald, aber bei derBelagerung von Potidäa verursachte eine starke Meeresfluth eine solcheUeberschwemmung, dass eine grosse Anzahl Perser ertrank und Artabazusgenüthigt war. die Belagerung aufzuheben und nach Thessalien zurück-zukehren.

§. 50.Der Feldzug des Jahres 479. Schlachten bei Platäa und bei Mykale.

Ungeachtet der entscheidenden und wichtigen Resultate des Siegesbei Salamis war Griechenland im Jahre 479 dennoch von grösseren Ge-fahren bedroht, als im Jahre 480. Obgleich die persische Flotte zur Un-thätigkeit gezwungen war, so existirte doch der Hauptgrund zu den Nie-derlagen des Xerxes nicht mehr die ungeheure vielköpfige Masse seinesHeeres. Statt der kolossalen, undisciplinirfen, aus allen Völkern zusam-mengesetzten Armee unter der persönlichen Führung des Königs, der dietnr einen Feldherrn unerlässlichenEigenschaften-rricht besass, stand jetztein Heer von nur 300,000 auserlesenen Kriegern da, unter Befehl desMardonius, eines fähigen und geschickten Führers. Dieses Heer befandsich schon in Macedonien und Thessalien und brauchte nicht erst denweiten Marsch aus Asien dorthin zurückzulegen. Endlich gehörte schondie Hälfte von Griechenland bis an die Grenzen von Attika den Persern.Theben und ein grosser Theil der böofischen Städte war ihnen sogar eif-

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