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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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7. Der erste griechisch-persische Krieg. 177

der Vorhut der persischen Flotte, welche jetzt zum Vorgebirge Sepiassegelte, und ging nach Chalcis auf der Insel Euböa im Euripus zurück.Die persische Flotte litt am zweiten Tage nach ihrem Eintreffen am GapSepias sehr unter einem heftigen Sturm, welcher, nach Herodot's Worten,wenigstens 400 Schiffe versenkte, andere am Ufer zerschellte oder aufdem Meere zerstreute. Hierdurch ermuthigt, sandten die Griechen ihreFlotte wieder nach Artemisium und nahmen auf dem Wege dahin 15persische Triremen weg, was ihren Muth noch mehr hob. Bald indessennäherte sich die persische Flotte, und die griechischen Führer wolltensich wieder kleinmüthig zurückziehen. Aber Themistokles, der die athe-nischen Schiffe befehligte, vermochte sie zur Annahme einer Schlacht beiArtemisium. Die .Folge davon waren zwei einzelne Seetreffen bei Arte-misium, in welchen keiner Seite der entscheidende Sieg zufiel, beide aberziemlich bedeutende Verluste an Schiffen und Mannschaften erlitten. DerVerlust der Griechen war für sie besonders empfindlich, weil sie dieSchwächeren waren und weil er, mit dem Btickzug der griechischenTruppen und dem Untergang des Leonidas und seiner Schaar zusammen,nun die Anführer der griechischen Flotte veranlasste, von Artemisiumnach der Bucht von Salamis zurückzugehen, in den saronischen Meer-busen.

So war denn gleichzeitig den Persern zu Lande ganz Griechenlandbis zur korinthischen Landenge geöffnet und das Meer fast ohne Kämpfbis Salamis hin frei. Das persische Heer, durch die Thermopylen in daseigentliche Griechenland eindringend, zog mit seiner Hauptmacht durchPhocis, Böotien und Attika gegen Athen, wohin zu gleicher Zeit auch diepersische Flotte von Artemisium ans dirigirt ward. Phocis wurde mitFeuer und Schwert verwüstet; ein Theil der persischen Truppen, dergegen Delphi entsandt war, um den Schatz und die Reichthünier des del-phischen Orakels wegzunehmen, wurde durch die Bewohner von Delphi,unterstützt durch das gebirgige und der Verteidigung günstige Terrain,glücklich abgewehrt.

Von ganz Griechenland waren nunmehr nur noch Athen und derPeloponnes nicht von den Persern besetzt. Die Peloponnesier dachtenaber nicht daran, mit den Athenern gemeinschaftlich zu ihrem und ganzGriechenlands Heil zu handeln, sondern waren nur auf die Verteidigungdes Peloponnes bedacht. Zu dem Zwecke besetzten sie am scironischenFelsen auf der korinthischen Landenge einen den Thermopylen ähnlichenGebirgspass, über welchen der Weg von Attika nach dem Peloponnesführte, zogen quer durch die Landenge von Korinth einen Wall und ver-sammelten dahinter ihre Truppen unter dem Befehl des Kleombrotus.eines Bruders des Leonidas.

Von Allen verlassen, zu Lande und zur See von sehr bedeutenden

(ialitzin, AUgem. Kriegsgeschichte. I, 1. '^