7. Der erste griechisch-persische Krieg.
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sehiedenem Vorwande ihre Kräfte möglichst für kommende Zeiten zuihrem eignen Schutze zu sparen, und nur eine unbedeutende Truppen-zahl aufzustellen, im Ganzen nämlich 5—6000 Hopliten (darunter 300Spartiaten, 700 Thespier, 400 Thebaner und 1000 Phocier), deren Ober-befehl dem einen der spartanischen Könige, Leonidas, anvertraut wurde.Als die Nachricht kam, dass Xerxes aus dem obern Macedonien nachThessalien rücke, ging Leonidas gleich mit seinem Heerhaufen an dieThermopylen und besserte bei seinem Eintreffen dort sofort den altenPhocier-Wall aus, stellte seine Hauptmacht hinter demselben auf, einTheil der Truppen wurde vorn auf den Wall gestellt, um den Angriff ab-zuwehren, die 1000 Phocier aber schickte er nach linksauf den BergAnopäa, über welchen ein kleiner, kaum ersteigbarer, aber immerhingangbarer Fusspfad in den Kücken der Aufstellung an den Thermopylenführte. Zu gleicher Zeit ging die griechische Flotte, — nicht nach dernahebei liegenden Khede, wie ursprünglich beschlossen war, sondern andas Vorgebirge Artemisium an der Nordspitze der Insel Euböa.
Inzwischen zog das persische Heer in drei Colonnen durch Thessaliennach Thermopylä, die persische Flotte aber dirigirte sich zu dein Vorge-birge Sepias, an der thessalischen Küste. Heer und Flotte hatten sich,wie Herodot angiebt, in der Zwischenzeit durch thracische, macedonischeund thessalische Truppen und Schiffe noch verstärkt, — das Landbeerum 24,000 Mann, die Flotte um 120 Schiffe mehr als bei Doriskus, so dasses im Ganzen 2,641,610 Mann Combattanten, mit den Nichtcombattantenaber 5,283,220 Mann, — eine Anzahl, deren Unmöglichkeit schon obennachgewiesen wurde. In der Nähe der Thermopylen bezog Xerxes einLager nördlich von denselben und blieb dort vier Tage in Unthätigkeit, so-wohl um seinen Truppen Ruhe zu geben als in der Hoffnung, dass Leo-nidas abziehen würde. Als dies nicht geschah, forderte er, dass Leonidasund sein Heer die Waffen niederlegen sollte, und auf die abschlägigeAntwort schickte er am fünften Tage seine auserlesensten Truppen, zu-erst die Meder und Cissier, dann die persische Eliteschaar der Un-sterblichen zum Augriff gegen Leonidas vor. Diese Truppen fochtenmit ausgezeichneter Tapferkeit, aber trotz allen unaufhörlich erneutenAnstrengungen konnten sie die Griechen nicht zurückdrängen und wurdenmit grossem Verlust geschlagen. Am folgenden Tage erneuerten diePerser ihre Angriffe, aber mit gleich schlechtem Erfolge und grossemVerluste. Xerxes verzweifelte schon daran, Thermopylä mit Gewalt zunehmen; aber ein Einwohner des nahen Städtchens Trachis (Ephialtesmit Namen) zeigte den Persern den Fusspfad, der über den Anopäa führte.In derselben Nacht noch wurde die Schaar der Unsterblichen unterihrem Obersten Hydarnes dorthin entsandt. Die Phocier zogen sich nachschwachem Widerstände auf den höchsten Berggipfel zurück und die