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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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160 II. Vom Anfang der griech.-pers. Kriege bis zum Tode Alexandev's d. Gr.

seinem Befehl und ausserdem eine grössere oder geringere Zahl von He-loten um sich zu seiner Bedienung.

Das leichte Fussvolk bildeten die Periöken, Neodamoden und ein-tretenden Falls die Heloten. Auf einen Hopliten kamen mitunter fünf,sogar sieben (bei Platiial Psiloi.

Die Reiterei stand bei den Spartanern allgemein nicht in grossemAnsehen, in ihr dienten solche Bürger, welche zum Dienst bei demschweren Fussvolk ungeeignet waren. Sie war überhaupt wenig zahl-reich, in schlechter Verfassung, und wurde vorzugsweise zum Einziehenvon Nachrichten über den Feind, zur Sicherung der Lager und Truppenund Besorgung des übrigen Felddienstes verwendet. Nach dem pelopon-nesischen Kriege vermehrte indessen Agesilaus ihre Zahl während desKrieges mit den Persern und vervollkommnete ihre ganze Organisationin etwas. Die beste Reiterei im Verbände der spartanischen Armee wa-ren die Skiriten, von der Stadt Skirus und deren Urngegend so ge-nannt , an der Grenze von Arkadien, welche sehr reich an Pferden warund eine berittene Mora zu stellen hatte. Die Skiriten wurden aus-schliesslich zum Kampfe verwendet und haben bisweilen sogar den Siegentschieden. Ausserdem befanden sich bei den Königen 300 junge, aus-erlesene Ritter (Hippeis) unter dem Befehl von drei Hippagreten,welche selber von den Ephoren ausgewählt waren, die Hippeis aber aus-zuwählen hatten.*)

Das schwere Fussvolk stellte sich nicht weniger als acht, nicht mehrals zwölf Glieder tief auf, die Reiterei in vier Gliedern. Die Bewegungender schweren Infanterie geschahen alle im gleichen Tritt nach dem Tacteder Flöten. Die spartanische Taktik zeichnete sich durch Einfachheitund geringe Complicirtheit aus, die spartanische Phalanx war jedoch sonstin' praktischer Hinsicht eine vorzügliche Truppe. Die Spartaner aberverachteten Künste und Wissenschaften und thaten in Folge ihrer Un-wissenheit darin nur wenig zur Vervollkommnung der Kriegskunst intheoretischer Beziehung.

III.Der athenische Staat.

§40.Seine militärische Organisation und Einrichtungen.Mit dem raschen Anwachsen der athenischen Macht nach der Schlachtbei Marathon 190 v. Chr.) und mit dem daraus erwachsenden Hinstre-ben der staatlichen Einrichtungen zur unbeschränkten Demokratie . be-

Die llippeis dienten aber mir zu Fnss. Anm. d. Uebers.