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sie ihre feste Ordnung,und Formation bewahrte. Noch schwerer war es.sie zu überwinden, wenn sie stehenden Fusses den Angriff abwehrte.Aber bei Bewegungen in unebenem und durchschnittenem Terrain, wennsie auf weite Entfernungen zum Angriff vorrückte, gerieth sie leicht inUnordnung. Die Sotten und Glieder kamen aus einander, es entstandenLücken, in die der Feind eindringen, Verwirrung anrichten und so eineNiederlage herbeiführen konnte, was um so eher möglich war, da es nureine Schlachtlinie gab und keine Reserven vorhanden waren, die dasGefecht hätten herstellen können. Weder die hinteren Glieder der Hopli-ten, noch die Psiloi konnten als Reserve dienen, die ersteren deshalbnicht, weil sie mit den vorderen Gliedern zu derselben geschlossenenAbtheilung gehörten und mit ihnen marschirt waren, ermüdet und inUnordnung gerathen waren; die Psiloi nicht, weil sie weder durch ihreBewaffnung, noch ihrer Formation und eigentlichen Bestimmung nachgeeignet waren, das Gefecht zum Stehen zu bringen oder es zu entschei-den, nachdem der Haupttheil des Heeres, die Phalanx, schon geschlagenwar. Die Peltasten hätten allerdings ganz füglich der Phalanx -zur Re-serve dienen können, sind aber, wie es scheint, nie in diesem Sinne ver-wendet worden.
So lag denn die eigentliche Kraft und erfolgreiche Action der Pha-lanx mehr in der Defensive und im Angriff auf ganz kurze Entfernungenund in offnem ebenem Terrain und überhaupt nur im Gefecht in geschlos-sener Ordnung. Bei anderen Terrainformen und-in den mancherlei Lagenund Verhältnissen, wie sie im Kriege vorkommen, konnte sie kaum mitErfolg auftreten. Die griechische Phalanx war vorzugsweise defensiverNatur, und so trägt denn auch die gesammte griechische Taktik mehreinen defensiven Charakter.
§.40.Marschbewegungen und Schlachtordnungen.
Die Form, Ordnung und Geschwindigkeit der Märsche, die Grösseder zurückgelegten Entfernungen und die von den Griechen dabei be-obachteten Vorsichtsmassregeln hingen vom Terrain und den Umständenab und waren deshalb sehr verschieden. Da die griechischen Armeenund das von ihnen mitgeftihrte Gepäck und Fuhrwerk im Allgemeinennicht sehr gross waren, so wurden die Marschbewegungen meist nur ineiner Colonne ausgeführt, wobei die Armee in der gewöhnlichen Schlacht-ordnung aus der rechten Flanke marschirte, d. h. voraus und auf beidenSeiten gingen die Psiloi, dann die Cavallerie und die Peltasten des rech-ten Flügels, dann in der Mitte die Phalanx, hinter ihr Fuhrwerk undGepäck (Train und Bagage), und dann die Peltasten und Reiter des linkenFlügels. Die Bagage wurde theils auf Wagen, grösstentheils aber auf
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