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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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]40 II. Vom Anfang der griech.-pers. Kriege bis zum Torte Alexanrter's d. Gr.

an gebildeten und geschickten Führern, die ausserdem befähigt waren,praktisch und theoretisch die Kriegskunst der Griechen auszubilden undzu vervollkommnen.

§ 37.Verschiedene Waffengattungen und ihre Bewaffnung.

Die beste, zuverlässigste und am meisten angesehene Truppengat-tung waren bei den Griechen die Hopliten. die schwere Infanterie.Nirgends und bei keinem Volk stand je eine Truppengattung so hoch imAnsehen, wie die Hopliten bei den Griechen, welche eigentlich nur diesenden Ehrennamen »Krieger« zugestanden. Die Bewaffnung war dieselbegeblieben wie früher, nur mit dem Unterschiede, dass die Höhe derSchilde allmälig von 4 auf 2'/ 2 Frass verringert wurde, die Länge derLanzen dagegen von 10 nach und nach bis auf 24 Fuss anwuchs.

Die Psiloi oder das leichte Fussvolk, dienten nur zur Deckung undzum Schutz der Hopliten, und zu ihrer Unterstützung. Sie waren nurleicht bewaffnet, denn die Griechen, wenig besorgt für deren Sicherung,wollten ihnen nur möglichste Leichtigkeit und Schnelligkeit der Be-wegung geben. Die besten Schützen und Schleuderer in den griechischenHeeren waren, ausser den Kretern, die Bewohner der Insel Rhodosund später die Akarnanier, die Bewohner der Insel Aegina und jene derStädte Paträ und Dyme (in Achaja). Anfangs waren der Psiloi vielweniger als der Hopliten. Im Lauf der Zeit überzeugten sich aber dieAthener, dann auch die übrigen Griechen, von dem Nutzen und derWichtigkeit der leichten Infanterie und sahen ein, dass sie deren zuwenige und nur mangelhafte hätten. In der That gehörten die Psiloimeist dem ganz unwissenden oder nur dürftig unterrichteten niederenVolke an, nützten als leichte Truppe sehr wenig und konnten im Hand-gemenge dem Feinde keinen ernstlichen Widerstand leisten. Bald nachdem peloponnesischen Kriege, als sich ihre Zahl erheblich vermehrt hatte,widmete daher der berühmte athenische Feldherr Iphikrates der Vervoll-kommnung des athenischen leichten Fussvolks seine besondere Aufmerk-samkeit. Er erachtete die Errichtung einer verbesserten mittlerenArt Fussvolk, welche die Leichtigkeit und Beweglichkeit der Psiloi mitder Festigkeit und Kraft der Hopliten verbinden sollte, als sehr nutz-bringend, zweigte einen Theil der athenischen Psiloi ab, bewaffnete ihn,statt mit langen und schweren Lanzen, mit kurzen leichten und zumWurf geeigneten, und gab ihm Schutzwaffen von derselben Form, aberleichter als die der Hopliten, und kleine, leichte, runde Schilde. grie-chisch peltae genannt, nach denen diese Infanterie den Namen Pel-tasten erhielt. Diese Peltasten brachten den Athenern vielen Nutzenund wurden bald auch in den übrigen griechischen Heeren eingeführt.