0 I I. Von den iiltesten Zeiten bis zum Beginn der griech.-pers. Kriege.
seiner Verbündeten nicht ab, sondern ging (550) mit seinen lydisclienTruppen allein über den Halys, der die östlicbe Grenze des lydisclienReiches' bildete und es von dem neu entstehenden persischen Reichetrennte. In Kappadocien, eine der westlichen Provinzen dieses Reiches,eindringend, verheerte er deren fruchtbarsten und reichsten Bezirk, —den von Pteria —, plünderte die Städte im Innern und die Häfen desPontus Euxinus und führte einen Theil der Einwohner in die Sklaverei.Hierauf rüstete er sich schon zum Einbruch in das'Innere des persischenReiches, aber Cyrus kam ihm zu vor, indem er auf dem Zuge gegen ihn fort-während Verstärkungen aus den Heeren der unterworfenen Völker und vonden unabhängigen Nomadenstäminen an sich zog Dieser Zug des Cyrusnach Kappadocien war so Schnell, dass er noch eher dort erschien, alsCrösusins Feld gerückt war. Auf der Ebene von Pteria entspann sich einehartnäckige, wilde und blutige Schlacht, welche den ganzen Tag währteund nur durch die Nacht beendet wurde. Die Verluste auf beiden Seitenwaren ungeheuer, aber keine von beiden trug einen entschiedenen Siegdavon. Cyrus verfolgte nicht, sondern liess den Crösus ungehindert nachSardes zurückziehen. Kaum aber hatte Crösus sein Heer entlassen, inder Absicht, es im nächsten Frühjahr wieder zusammenzuziehen, sichdann mit den Heeren seiner Verbündeten zu vereinigen und gegen Cyruszu ziehen, als dieser Letztere, um der Concentrirung der feindlichenStreitkräfte zuvor zu kommen, mit 196,000 Mann (deren Zusammen-setzung oben angegeben), 300 Streitwagen und 300 Kameelen rasch aufSardes rückte. Xenophon, welcher den Zug des Cyrus gegen Sardesbeschreibt, preist dessen grosse Sorgfalt für Ausrüstung seiner Armeemit Lebensmitteln und mit allen zum Feldzuge nothwendigen Vorräthen,Waffen und sonstigem Bedarf, und zählt umständlich alle von Cyrushierzu getroffenen Massregeln auf. Crösus konnte kaum sein Heer240,000 Mann zu Fuss, 60,000 Mann zu Pferde) zusammenziehen, mit120,000 Mann verbündeter Aegypter vereinen und mit dieser ganzenMacht von 420,000 Mann und 300 Streitwagen von Sardes aus Cyrusentgegen rücken, als er schon auf der weiten Ebene von Thymbra, un-weit seiner Hauptstadt, an den Ufern des Flusses Paktolus dem Cyrusbegegnete. Hier entbrannte diese folgenreiche bedeutende Schlacht, diemit des Cyrus Sieg endete, wodurch Cyrus das lydische Reich unterwarf.Xenophon ^wenn ihm nur ganz zu glauben wäre!) beschreibt sie in derfolgenden Weise, indem er hinzufügt, dass die Anordnungen, welcheCyrus dazu traf, und die Thaten der persischen Armee in derselben denPersern als Muster und Vorbild dienten bis in die spätesten Zeiten.
Um die numerisch schwächere Armee des Cyrus von allen Seiten zuumfassen, stellte Crösus seine eigne Armee in einer langen Linie auf, inder Mitte dasFussvolk, auf beiden Flügeln die Reiterei, mit Fussvolk