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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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Drittes Kapitel.Die Perser.

§. 15. Das Kriegswesen der Perser bis zu Cyrus, und die militärische Organisationder persischen Monarchie unter Cyrus und Cambyses. §. 16. VerschiedeneTruppengattungen, Bewaffnung, Aufstellung und Kampfesart. tj. 17. Befesti-gungs- lind Belagerungskunst. §. 18. Kriege der Perser unter Cyrus undCambyses.

Quellen: Die im ersten Kapitel angeführten, ausserdem Xenuphon's Cyrupädic.

§ 15-

Das Kriegswesen der Perser bis zu Cyrus, und die militärische

Organisation der persischen Monarchie unter Cyrus und Cambyses.

Bis zu des Cyrus Zeiten waren die Perser ein wenig zahlreiches Berg-volk, das in den gebirgigen Theilen der Provinz Persien hauste, und an-fangs den Assyriern, später den Medern unterworfen war. Von einfachenrauhen Sitten, männlich und kriegerisch, führten sie theilweis ein sess-haftes, grösstentheils aber ein nomadisches Leben, beschäftigten sich mitAckerbau, Viehzucht und Krieg, und th eilten sich hiernach in 10 Kasten :3 der Ackerbauer, 4 der Hirten und 3 der Krieger. Die Letzteren, beson-ders das Geschlecht der Pasargaden zur Zeit des Cyrus fürstliches Ge-schlecht;, galten als Edelgeborene und bildeten den höchsten herrschendenStand im Volke. Das Kecht, Waffen zu tragen und dem Kriegsdienst ob-zuliegen, war ihr ausschliessliches und erbliches Vorrecht. Sie zeichnetensich durch Tapferkeit, kriegerischen Geist, Geschicklichkeit zum Kriegeund Erfahrung im Kriegshandwerk aus, wozu nicht wenig die allge-meine kriegerische Erziehung beitrug, welche den persischen Kriegernvon jungen Jahren an gegeben wurde, und die, wie überall bei den altenVölkern des' Orients, in gymnastischen und kriegerischen Uebungen be-stand, besonders in der Jagd auf wilde Thiere, als der dem Kriege ähn-lichsten Uebung.

Mit dieser kriegerischen Klasse des persischen Volkes hat auch Cyrus