86 I- Von den ältesten Zeiten bis zum Beginn der griech.-pers. Kriege.
im westlichen Asien fort, schlug den König Josias von Juda und unter-warf Judäa, das ganze Land bis zum Euphrat, und noch mehrere Städtean diesem Fluss. Drei Jahre später aber ging er aller seiner Eroberun-gen verlustig in Folge eines entscheidenden Sieges, den Nebucadnezarbei Circesium v 6<)6( über ihn erfocht.
Die Kriege des Königs Apries, des Pharao Hophra der Bibel (594—569),waren fast nur unglückliche. Nachdem er mit dem judäischen KönigeZedekia ein Bündniss geschlossen hatte, zog er gegen Nebucadnezar, derJerusalem belagerte (589'; dieser aber besiegte ihn, drang in Aegyptenein, erhob dort Abgaben und zog dann wieder vor Jerusalem. Die Unter-nehmungen zur See gegen Sidon, Tyrus und Cypern waren glücklicher,aber der von ihm nur mit griechischen Truppen unternommene Feldzuggegen die griechische Co'lonie Cyrene in Nordafrika, westlich von Aegyp-ten, endete unglücklich. Das Heer des Apries wurde geschlagen, und nunempörte sich ganz Aegypten und wählte Amasis zum König. Das Resul-tat des nun folgenden Kampfes zwischen den von Amasis befehligtenägyptischen Truppen und Apries mit seinen griechischen Söldnern wardgleich Anfangs durch die gänzliche Niederlage und Gefangennahme-des Apries in der Schlacht bei Momemphis (569) entschieden. Amasisführte eine lange und friedliche Regierung (569—525(, gegen deren Endeer durch ein Bündniss mit Syrien und Babylon gegen die Perser sich dieseneuen und schrecklichen Eroberer auf den Hals zog. Und so ward imersten Jahre der Regierung seines Sohnes und Nachfolgers PsammenitAegypten durch Cambyses, den Sohn des Cyrus, erobert, in Folge einesentscheidenden Sieges bei Pelusium und der nach kurzer Belagerung er-folgenden Einnahme von Memphis 525,.