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und werden seit jener Zeit bis heute noch immer und in vollkommnerer Gestaltwiederholt. Die Ehre, zuerst herausgegeben zu werden, ward vermuthlich deinVegetius zu Theil, im Jahr 1487, vielleicht noch früher, Anfangs für sich allein,später zugleich theils mit dem Werk von Onosander, theils mit den übrigenHistorikern und militärischen Schriftstellern, unter dem Titel: Veteresdere militari scripto res. in Folio um 1524", 1532, 1535 , in Oktav 1553,1569, 1580, in Quart 1584, 1602, 1607, 1644, 1670 etc. Im Allgemeinenerlebten öftere Auflagen Xenophon, Polybius, Julius Cäsar, Frontmus, Polie-nus, Vegetius und Onosander.
Hierauf folgen ihre Ueber Setzungen in alle neueren europäischenSprachen, Anfangs ohne Anmerkungen oder Commentare, dann mehr undmehr mit Commentaren, deren Zahl namentlich im 18. Jahrhundert undspeciell in Frankreich anwuchs. In diesem Jahrhundert und Lande steht an derSpitze der Commentare zu den alten-Historikern der Chevalier de Folard,französischer Infanterie-Oberst, der 17 24 die »Decouvertes nouvelles sur la guerre,dans une dissertation sur Polybe« herausgiebt und 1727 die »Histoire de Polybe,avec un commentaire ou un cours de science militaire, enrichi de notes critiqueset historiques, oü toutes les grandes parties de la guerre; soit pour l'offensive,soit pour la defensive, sont expliquees (7 volumes).« — Den Anlass zu diesenbeiden Werken Folard's bildete die vorher erfolgte Herausgabe der Geschichtedes Polybius in lateinischer und französischer Uebersetzung durch den gelehr-ten Benedictinermönch Dom (Dominus) Thuittier. Das Erscheinen der beidenFolard'sehen Werke gab seinerseits wieder Anlass zu einer militärischen Polemikund zur nach einander stattfindenden Herausgabe mehrerer Commentare zu denCommentaren Folard's. Obenan stehen die Werke Guischard's, Chabot's,Du Puget's und Breze s, — Alle Kritiker und Gegner Folard's. Guischard,welchem Friedrich d. Gr. den Beinamen Quintus Icilius gab, verfasste 1757die »Memoires militaires sur les Grees et les Romains, pour servir de suite äl'histoire de Polybe, cornmentee par Folard, avec une dissertation sur l'attaqueet la defense des places des anciens, la traduetion d'Onosander et de la tactiquedArrien et l'analyse de la campagne de Jules Cesar en Afrique«, und 1774 die»Mömoires critiques et historiques sur plusieurs points d'antiquite"s militaires«.In dem ersten dieser Werke wies Guischard viele Fehler in der Uebersetzungund dem CommentarFolard's nach. — Chabot gab 1756 die Re"flexions critiquessur les differents systemes du Chevalier Folard, — DuPuget 17 71 »Essai surl'usage de l'artillerie dans la guerre de campagne et dans celle des sieges«, undBreze 1762 »Observations historiques et critiques sur les commentaires de Folardet sur la cavalerie«. Folard hatte aber auch Vertheidiger, unter denen der be-deutendste Lo-Looz, welcher 1770 »Kecherches d'antiquites militaires, avec ladefense du Chevalier de Folard contre les allegations de Guischard« herausgab.Die Quintessenz dieser ganzen Polemik bestand hauptsächlich in dem Streiteüber die tiefe Schlachtordnung (der Alten), welche Folard pries, und über die
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