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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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16 Einleitung.

zündende Genien vorkommen, die dazu bestimmt sind, uns mit ihrem Feuer zudurchdringen und, wenn auch auf unbestimmbare Weise, die Nachwelt zuThaten aufzurufen. Nicht allen zu bedeutenden Rollen bestimmten Menschenmag es einleuchten, dass dabei die Persönlichkeit, und sie eigentlich nur allein,den Ausschlag geben muss. Dies aber ist der Hauptgedanke,.den Napoleon inseinen vier inhaltsschweren Worten ausgedrückt hat. Er deutet dies in derunten citirten Stelle an. *) Man ist folglich in die Nothwendigkeit versetzt, sichdaran vorzugweise zu halten , und wenn man von der unentbehrlichen Kennt-niss der Facta redet, vor allen Dingen den Eindruck zu berücksichtigen, dendiese hervorbringt. Davon gerade hängt die Selbstformung nach grossen Vor-bildern ab. Er, dieser Eindruck, bestimmt, in wie weit es Jedem möglich wird,sich selbst nach jenen grossen Geistern zu modeln, sich selbst dahin zu leiten,wo die Willenskraft dem gereiften Entschluss unterthan wird, und s o einenGedanken, der es werth ist, in die That übergehen zu lassen. Dies muss derWeg gewesen sein, den alle uns genannten Feldherren gegangen sind, der Weg,der die Persönlichkeit zum Ausschlag führt, und der deshalb wohl nach voll-brachtem Werke erforscht werden kann, im Voraus aber und vor der Ausfüh-rung nur vorempfunden zu werden vermag. Intelligenz und fester Willehaben von je her das Glück gefesselt, so lange sie mit sich selbstund mit Kühn-heit vereint blieben.« ... »Deswegen sagt Napoleon mit Recht: »Votregenie (nicht votre esprit), ainsi eclaire, vous fera rejeter desmaximesopposeesä celles deces grands hommes.« . . . »DieWillenskraft erfordert Uebung, täglichen Gebrauch, ohne welchen sie zu keinerbedeutenden Stärke gelangen kann. Diese fand sich, wie wir seheu werden, durchdie anhaltende Spannung, in welcher die uns von Napoleon genannten Heroensich befanden, und musste sich immer vergrössern.« ... »Denn wer solcheUebungen für überflüssig hält, der wundere sich nicht, wenn er bei grösserenAnlässen kraftlos dasteht, sich selbst verlässt, und sich nicht auf sich verlassenkann, er, der vielleicht nicht einmal die Existenz einer Seelenkraft erkanntund noch weniger erprobt hat, aus welcher gerade die Hauptwirkungen her-vorgehen müssen. In diesen Berücksichtigungen würde derjenige Unrechthaben, der die Forderung Napoleon's, dass man den Angriffskrieg so führensolle wie Alexander etc., für übertrieben betrachten wollte. Es ist nämlichimmer und unablässig von einer und eben derselben Kraft die Rede, welchezwar in unzählbaren Gestalten erscheinen und sich nach den Begebenheitenmodinciren kann, immer aber in sich selbst den festen Punkt gefunden hat,auf welchen gestützt sie das unmöglich Scheinende aus seinen Angeln zu hebenund dem Glück die Handhabe zu schaffen vermag, durch welche die günstigeWendung einer Unternehmung befördert werden kann.« »Ohne dieseGedanken weiter zu verfolgen, wollen wir uns zu unsern erhabenen Vorbildern

*) Ce n'est pas l'annee romaine etc.