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Die Werke Canova's : Sammlung von lithographirten Umrissen nach seinen Statuen und Bas-reliefs
Entstehung
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kommnung seines Styls und der erhabensten Schöpfungeaseines Talents in Staunen.

Aber diess Talent war dem Erlöschen nahe. Man musshier nachholen, dass das Leben des berühmten Künstlers seitmehreren Jahren durch eine Magenlähmung bedroht war.Anstatt nach St. Petersburg zu gehen, wo er, um eine Statuedes Kaisers Alexander auszuführen, welche den Pallast desdirigirenden Senats schmücken sollte, erwartet war, begabsich Canova gegen die Miite des Monats September im Jahr1822 nach Possagno, und nach einigen Leidenstagen, die je-doch das Vergnügen versüsste, die heimische Erde bewan-deln und den Tempel aufsteigen sehen zu dürfen, den erGott errichtet hatte, suchte er vergebens Hülfe in Venedig,Bild starb daselb.st am 15. October desselben Jahres, in einemAlter von fünfundsechszig Jahren.

Man erzählt, in seinen letzten Augenblicken habe seinHaupt von dichterischer Eingebung gestrahltj seine Physiono-znie war neu belebt, seine Augen vergrösserten sich, seinBlick hatte etwas vom Charakter himmlischer Anschauung5die Symptome aller Schmerzen verschwanden. So mochte erseyn, sagte einer der Umstehenden, als er den Gedankenvom Denkmal Clemens XIV. fasstej oder vielmehr schien es,als ob alle Ideen, die seine Arbeiten während seines ganzenLebens beseelt hatten, sich jetzt seinem sterbenden Blickevorstellten.

Der Patriarch von Venedig wollte die heiligen Gebräuchepersönlich vollziehen. Das akademische Corps folgte den Re-sten des berühmtesten seiner Mitglieder, nachdem es seinemAndenken den Tribut einer Trauer-Lobrede bezahlt hatte.Während der Ceremonie bemerkte man, dass die einzigeLampe, die der Feierlichkeit ihren düstern Schimmer lieh,in der bronzenen Urne ruhte, die während mehrerer Jahr-hunderte dazu gedient hatte, die Stimmen der Patricier imgrossen Rathe zu sammeln. Diese Art von Candelaber schienganz natürlich zu der letzten Ehrenbezeugung zu stimmen,die einer der letzten Zierden Venedigs erwiesen ward. Rom