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Stolz und ihre Grossmuth. Die Regierung beschloss, de*ijungen Künstler nach Rom zu schicken und ihm dort 300 Dukatiauszusetzen. Diese schwache Unterstützung ermuthigte seineArbeiten. Der Senator Faliero empfahl ihn dem BotschafterVenedigs beim heiligen Stuhl, und der Anblick der Meister»werke entwickelte vollends, ohne dass der junge Künstlerfremden Unterricht genossen hätte, die Anlagen, die er vonder Natur empfangen hatte.
Wir wollen ihm nicht Schritt vor Schritt auf seinerLaufbahn folgen j er setzte von seinem Auftreten an in Er-staunen, und eine strenge Beobachtung der Natur brachtedie ersten Kenner, die nach Rom berufen worden, um überseine Gruppe des Dädalus und Icarus zu urtheilen, auf denGlauben, dass die meisten Glieder nach einem lebendigenModell geformt worden. Der Ambassadeur Zuliano gab ihmeinen Marmor, aus welchem er den Theseus hervorzauberte,den Besieger des Centauren, Der Freundschaft Volpato's verrdankte er das Grabmal Laurentius Ganganelli's 5 und mitfünf und zwanzig Jahren war sein Ruf gegründet3 die Mächteder Erde waren seinem Talente zinsbar.
Aus einem seltsamen Zartgefühl zog Canova niemalsSchüler. „Junge Leute von glücklichen Anlagen, sagte er,würden das Verdienst ihrer Arbeiten verlieren, wenn sie inmein Attelier kämen 5 denn man würde ihre Fortschritte mirzuschreiben, und ich will ihrem Ruhme nichts benehmen/'Uebrigens verliess er seine eigne Arbeit, um Rath zu geben,sobald man ihn verlangte. Oft verschaffte er Künstlern, dieaioch keinen Ruf hatten, Aufträge ; mehr als einmal trug erselbst sogar Arbeiten auf, nur um dem Talente Muth zu ma-chen. So verdankt man z. B. seiner Freigebigkeit einenTheil der Büsten grosser Männer, die anfangs im Pantheonstanden, später in die Sääle des Capitols zerstreut wurden.-
Seine erste Erziehung war so gut als Nichts gewesen % raber er machte diesen Nachtheil der Armuth gut, indem erdie Erholungs- und Nachtstunden dem Studium der schönenWissenschaften widmete. Oft liess er. sich,, während lange»