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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 5 (1878) Von Augustus bis zum Untergang des weströmischen Reiches : (30 v. Chr. bis 476 n. Chr.)
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498 IV. Von Augustus bis zum Untergang des Weströmischen Keiches.

Angriff der Griechen auf den linken Flügel des Artaxerxes, und derdes Tissaphernes mit der Reiterei dieses Flügels gegen die Flanke undnachher gegen das Lager im Rücken der Griechen. Der zweite Momentwar die Niederlage und Flucht des linken Flügels des Artaxerxes durchdie Griechen, der dritte Moment ist dann der Angriff des Cyrus mit 600Reitern auf Artaxerxes selbst und seine 6000 Mann starke berittene Leib-wache im Centrum seiner Armee, und der Tod des Cyrus in diesemKampfe. Der vierte Moment war der Abmarsch des rechten Flügels desArtaxerxes nach links, dessen Sieg über den liuken griechischen Flü-gel, Vereinigung mit Tissaphernes bei dem griechischen Lager unddie mit Tissaphernes gemeinschaftlich ausgeführte Bewegung gegen denRücken des Centrums und des rechten Flügels der Griechen, welche sichdurch die Verfolgung des linken persischen Flügels hatten fortreissenlassen. Der fünfte Moment war die Wendung der Griechen mit der Frontnach rückwärts. Rücken gegen den Euphrat. Der sechste und letzteMoment endlich war der entscheidende Angriff der Griechen auf die Per-ser, mehrmalige Abwehr durch Letztere und Rückkehr der Griechen inihr Lager bei sinkender Nacht, sodass die Griechen am selben Tage in2 Schlachten den Sieg erfochten hatten.

Einen ähnlichen Verlauf hatte die Schlacht bei Koronea zwischenSpartanern und Böotiern. Die Letzteren waren auf dem linken Flügelgeschlagen, hatten aber auf dem rechten gesiegt, wo die Thebaner stan-den. Die spartanische Reservereiterei retablirte das Gefecht auf ihremlinken Flügel und hielt die Thebaner fest. Nun wandten die Letzterensich nach links, ihrem linken Flügel zur Hülfe. Agesilaus zog ausseinem Centrum eine Abtheilung Fussvolk vor, um den Thebanern in denWeg zu treten, und griff sie von allen Seiten an. Aber sie formirtenCarre, wiesen alle Angriffe zurück, erzwangen sich Durchlass durch dasspartanische Fussvolk und zogen sich unbesiegt zurück.

In der Schlacht bei Leuktra wollten die Spartaner den Angriff derColonne des Epaminondas dadurch abwehren, dass sie ihren rechtenFlügel nach rechts ausdehnten, um dann durch Einschwenken nach linksdiese Colonne in die Flanke zu fassen. Die thebanische heilige Scbaar.welche sich an der Queue der Colonne befand, zog sich nach links herausund fiel selber den Spartanern in die Flanke, und hierdurch ward derSieg für die Thebaner entschieden. Während dessen hatte auch der linkeFlügel der Spartaner eine Bewegung in schräger Front nach rechts vor-wärts ausgeführt, die aber gänzlich erfolglos war.

In der zweiten Schlacht bei Mantinea drängte, als der Erfolg deslinken thebanischen Flügels sichtbar wurde, die Reiterei und dahinterdas Fussvolk vom rechten Flügel der Thebaner die Reiterei der linkenathenischen Flanke zurück und attakirte nun die linke Flanke des