Sechzigstes Kapitel.
Die wichtigsten Kriege und Feldzüge der Römerin dieser Periode.
(Schluss.)
421. Kriege und Fehhiige Theodosius des Grossen (379 — 395). — §. 4.22 Feldzügedes Stilicho und Alarich (395—408). — §. 323. Letzte Feldzüge Alarich's (408—410). — §. 424. Feldzüge des Ae'tius (425 — 432). — §. 425. Feldzüge des Aetiusund Attila (451—452). — §. 426. Feldzüge Sicimer's (458—472). — §. 427. Feld-züge Odoaker's (476—480K
§.421.Kriege und Feldzüge Theodosius d. Gr. (379—395).
Nach der furchtbaren Niederlage des Valens durch die Gothen beiAdrianopel am 9. August 378, rief Gratian im J. 379 den Sohn des imJ. 376 hingerichteten Theodosius, der gleichfalls Theodosius hiessund als Privatmann in Hispanien lebte, nachdem er sich aber schonvorher durch kriegerische Gaben und Thaten ausgezeichnet hatte, zusich. Nachdem er ihn zum Augustus ernannt und ihm die Verwaltungdes Orients übertragen hatte (des östlichen Illyriens, Mösiens, Macedo-niens, Epirus, Thessaliens, Achajas, aller Provinzen in Asien, undAegyptens, mit der Hauptstadt Thessalonica) gab Gratian ihm vor allenDingen auf, Thracien von den Gothen und den übrigen Barbaren zureinigen.
Zu diesem Zwecke sammelte Theodosius vorerst die zersprengtenTruppen des Valens, stellte bei ihnen die gesunkene Disciplin wiederher und suchte während dessen, dem Kampfe mit den Gothen aus-weichend, nur sich in befestigten Punkten zu behaupten und Uneinigkeitzwischen den Gothen zu säen, welche noch keinen gemeinsamen Führerhatten. Im Herbst 379 hatte er die Gothen, Hunnen nnd Alanen allmäligbis zur Donau gedrängt und erfocht Anfang November einen entschei-denden Sieg über sie. Ein Theil derselben unter Anführung von Friti-