59. Die wichtigsten Kriege und Feklzüge der Eönier in dieser Periode. 291
werden sollte. Aber die Plttnderungssucht einiger römischer Soldatenmachte das ganze Unternehmen scheitern: Macrian entkam auf engen,dem römischen Heere unzugänglichen Schleichwegen in's Gebirge. Valen-tinian aber rächte sich für die missgliickte Unternehmung durch die Ver-wüstung des Landes auf 50 Meilen im Umkreise, worauf er nach Trevi-xum zurückging.
Während der letzten 4 Jahre (372—375) seiner Regierung gab esKriege im Orient, Valens gegen Sapor, Theodosius (Vater) in Afrika, woein Aufstand ausgebrochen war, und an der Donau in Pannonien undMösien gegen Quaden und Sarmaten. Der erste dieser Kriege, zwischenValens und Sapor, war unwichtig und von keiner Entscheidung, in demzweiten, in Afrika, zeichnete sich Theodosius (der Vater) besonders aus,in dem dritten, gegen die Quaden und Sarmaten, Theodosius, der Sohn.Valentinian selbst nahm bis zum Jahre 375 an diesen Kriegen keinenTheil; im J. 375 zog er aus Trevirum nach Pannonien, schickte einCorps Fussvolk über die Donau, um das Land der Quaden zu verwüsten,folgte diesem Corps selbst über die Donau und brachte den Winter ineiner festen Stellung bei Sebaria an der Raab zu, wo er bald darauf starb.Seine ersten Kriege gegen die Alemannen waren mehr oder weniger vonInteresse, die folgenden dagegen zeichneten sich durch keine besondereThätigkeit oder Kunst von seiner Seite aus, die grösste Ehre derselbengebührte seinen Feldherrn, namentlich dem Theodosius, Vater und Sohn.
19*