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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 5 (1878) Von Augustus bis zum Untergang des weströmischen Reiches : (30 v. Chr. bis 476 n. Chr.)
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38. Kurzer historischer Abriss der Kriege der Körner während dieser Periode. 227

Schäften und Geschenke zum Zeichen des Friedens mit Constantinausgetauscht, forderte aber im J. 336, aus welchem Grunde und Anlassist unbekannt, die Rückgabe der Provinzen, welche durch den Vertragmit Diocletian abgetreten worden waren, und eröffnete den Krieg, alsihm dies verweigert wurde. Im Frühling des J. 337 brach Constantinpersönlich aus Constantinopel mit seiner Armee nach dem Orient auf,aber von einer plötzlichen Erkrankung ergriffen starb er am 22. Maidieses J. 337 zu Nicomedia in einem Alter von 64 Jahren, nachdem ersich vorher hatte feierlich taufen lassen.

§. 405.Kriege von Constantin d. Gr. bis zu Julian (337361).

Nach dem Tode Constantin. d. Gr. theilten seine Söhne: derAelteste Consta ntinus IL, der Zweite Constantius, und der DritteConsta ns auf einer Zusammenkunft in Sirmium im J. 338 das Eeichso, dass Constantin IL die Gallische Präfektur, Constans Italienund Illyrien, Constantius den Orient*) und damit zugleich den Krieggegen die Perser übernahm. Dieser Krieg dauerte mit geringen Pausendie ganze Zeit seiner Regierung (338361), ohne Ruhm, aber auch ohneNachtheil für das römische Reich. Die Festungen Mesopotamiens, be-sonders Nisibis, welches eine dreimalige Belagerung tapfer und glück-lich aushielt, hemmten die Erfolge der Perser.

Inzwischen hatte Constantin, welcher seiner Präfektur nochItalien und Afrika hinzu zu fügen wünschte, im J. 340 einen Bürgerkrieggegen Constans begonnen, war, in Italien einbrechend, schon bis Aquilejavorgedrungen, fiel aber hier in einen ihm gelegten Hinterhalt und kamum's Leben. In Folge dessen war Constans nun der Beherrscher vonmehr als zwei Dritteln des Reiches und anfänglich nahm er sich derRegierungsgeschäfte mit Eifer an, bald aber ergab er sich seinem Hangezu Vergnügungen und Uberliess die Regierung seinem FinanzministerMarcellinus, und dem Befehlshaber der Garden Magnentius.Der Letztere, von Geburt ein Franke, warf sich mit Hülfe des Mar-cellinus im J. 350 in dem heutigen Autun in Gallien, wo sich damals

*) Genauer erhielten sie : Constantinus Gallien, Spanien, Britannien;Constantius Asien, Syrien, Aegypten, und Constans Italien, Illyrien undAfrika schon bei der Theilung, welche ihr Vater noch vor seinem Tode vornahm.Constantin d. Gr. hatte auch seine Neffen mit Eeichsantheilen bedacht, seineSöhne Hessen aber diese Neffen umbringen und theilten deren Besitzungen dann so,dass Constantius noch Kleinarmenien, Pontus und Cappadocien, Constansnoch Macedonien und Griechenland dazu erhielt, während Constantin leer aus-ging, was der Anlass zu einem baldigen Bruche wurde. Anmerk. d. Uebers.

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