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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 5 (1878) Von Augustus bis zum Untergang des weströmischen Reiches : (30 v. Chr. bis 476 n. Chr.)
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220 IV. Von Augustus bis zum Untergänge des Weströ'michen Reiches.

überein, als in der vorhergehenden Periode der Seleuciden und derparthischen Arsaciden. Die Gründung der persischen Monarchiedurch Ardschir Babekan, den Enkel Sassan's, im J. 226 n. Chr.und die Ansprüche, welche derselbe auf alle römische Besitzungen inAsien, sofern sie einst zu Persien gehört hatten, erhob, verwickelten ihnund seine Nachfolger in beständige Kriege mit den Römern, vorzugs-weise um Mesopotamien und Armenien. Ardschir oder Ar taxerxes I.(226 241) vermochte das Erstere für sich zu erlangen, sein Sohn aber,Sapor I. (241271) fügte auch Armenien noch zu Persien hinzu. Unterseinem Urenkel Varanes II. (276293; wurde Mesopotamien und Ar-menien durch die römischen Kaiser Carus und Diocletian wiederlosgerissen. Der Sohn Varanes' III., Narses (294301) verlor auchAssyrien. Sapor II. (309380) bekämpfte die Römer mit Erfolg.Nach einer weiteren Reihenfolge von 6 Königen von 380457 wurdeHörmi des III. durch seinen älteren Bruder Perosus (457488) vomThron gestossen, welcher in einem erfolglosen Kampfe gegen die Hunnenunterging; sein jüngerer Bruder Valens (488491) wurde sogar denHunnen tributpflichtig und kam in einem Kriege gegen die Araber um.

Gegen die Römer führten die Perser 226 476 fast fortwährendeund mehr oder weniger erfolgreiche Kriege, wie es später angegebenwerden wird; erfolgreicher als alle übrigen Könige bekämpfte sieSaporIL

Die Heeresorgauisation und das Kriegswesen, der Perser in dieserPeriode (284476) verblieben in demselben Stande, wie von 226284,worüber schon oben berichtet wurde (§. 353).