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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
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348 HI. Vom Tode Alexander 's d. Gr. bis zu Augustus (32330 v. Chr.).

thern nicht weiter nach, sondern begnügte sich damit, den König Antio-chus in Samosata zu belagern, nachdem er ihn vergeblich zur Heraus-gabe der zu ihm geflohenen Parther aufgefordert hatte. Während dieserBelagerung traf Antonius ein und übernahm den Oberbefehl über dieArmee, konnte aber Samosata nicht einnehmen. Schliesslich kaufte sichAntiochus, um sich der längeren Belagerung zu entziehen, mit 300 Ta-lenten los. Ventidius wurde zu Rom mit dem ersten Triumphe überdie Parther geehrt und war lange Zeit der einzige römische Feldherr,dem solche Ehre widerfuhr.

§. 337.Der fünfte römische Bürgerkrieg (3836).

So lange Pompejus und Lepidus im Besitze bedeutender Macht wa-ren, konnte es noch zu-keinem entscheidenden Kampfe zwischen Octa-vian und Antonius kommen. Um hierfür freien Spielraum zu gewinnen,mussten diese Hindernisse erst beseitigt werden. Einen Anlass dazu botdie Nichterfüllung des von-Pompejus gegebenen Versprechens, die See-räuberei zu unterdrücken, was Pompejus beim redlichsten Willen nichterfüllen konnte, weil er nicht immer im Stande war, seine Seeleute zubändigen, welche zum grossen Theile aus entlaufenen Sklaven bestan-den. Ausserdem war aber Pompejus auch damit unzufrieden, dass manihm den laut Vertrag versprochenen Peloponnes nicht gab. In Folge derdaraus entstandenen Missstimmung zwischen Octavian und Pompejusbrach bald (im Jahre 38) der fünfte römische Bürgerkrieg aus. Pompe-jus rüstete seine zahlreiche Flotte zum Kriege aus, schloss sogar mit denSeeräubern einen geheimen Vertrag, dass sie alle Schiffe wegnehmensollten, welche Lebensmittel nach Rom führten. Octavian, der dieserfahren hatte, bediente sich dessen, um Pompejus in der Meinung desVolkes herabzusetzen. Pompejus schickte sofort eine Flotte unter Befehldes Menekrates zur Verheerung der campanischen Küsten ab. Octavianberief Lepidus und Antonius nach Italien und machte grossartige Rüstun-gen zu dem bevorstehenden Kriege. Antonius aber weigerte sich nachItalien zu kommen, unter demVorwande des Krieges gegen die Parther,und Lepidus Hess die AufforderungOctavian's ganz unbeachtet. Solcher-gestalt auf seine eigenen Kräfte und Mittel angewiesen, Hess Octavianseine Legionen nach Rhegium (Sicilien gegenüber) aufbrechen, dieFlotte aber, unter Befehl des Calvisius Sabinus und des Cornificius,sollte Sicilien von zwei Seiten zugleich angreifen. Pompejus entsendeteden Menekrates mit einem Theile seiner Flotte gegen Calvisius, er selbst