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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
Entstehung
Seite
326
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32fi III. Vom Tode Alexanders d. Gr. bis zu Augnstus (32330 v. Chr.).

Hispanien aufbrach. Nachdem er die wilden Lusitanier besiegt undunterworfen. viele vortreffliche Einrichtungen in der CivilverwaltungHispaniens getroffen, dadurch schon Vertrauen und Ruhm erlangt undseine Krieger bereichert hatte, kehrte er nach Rom zurück und ver-zichtete auf den Triumph, auf den er Anrecht hatte, um zum Consul ge-wählt zu werden, was weit wichtiger für ihn war, als ein Triumph.

Ein höchst geschickter Meisterzug von ihm war demnächst die Aus-söhnung zwischen Pompejus undCrassus. Auf Beide Einfluss gewinnend,zog er dadurch mit einem Male das Ansehen Beider auf sich herüber,concentrirte es in sich, und wurde so der Hauptacteur in dem Trium-virate.

Hierauf folgte die Verheirathung seiner Tochter Julia an den doppeltso alten Pompejus, der deswegen seine verlobte Braut verstiess. Und solange Julia am Leben war, hielt sie die Eintracht zwischen Pompejusund Cäsar aufrecht; als die Umstände sich aber änderten, starb sie,gleichsam zur rechten Zeit, denn Cäsar bedurfte bereits der Vortheiledieser Familienverbindung mit Pompejus für sich nicht mehr.

Unter diesen Umständen unterlag sein rasches Emporsteigen schonkeinem Zweifel mehr. Er erhielt die wichtige Verwaltung von Gallienund Illyrien, und sein Krieg in Gallien, der gegen wilde und halbwildeStämme geführt wurde und. deshalb an sich von geringerer Bedeutungist, wurde dadurch wichtig, dass er den Ucbergang zu dem folgendenHauptschritte Cäsar's zur unbeschränkten Macht bildete. Nichtsdesto-weniger bietet aber auch dieser Krieg ein Bild von Cäsar's allmäligerEntwicklung seiner kriegerischen Fähigkeiten, regte ihn an, seinenmilitärischen Blick zu üben und sich daran zu gewöhnen, augenblicklichzu übersehen und zu erkennen, was in jedem Falle das Wichtigste undNothwendigste war.

Seine weiteren Thaten, politische und kriegerische zusammenge-fasst, wurden früher schon ausführlich dargestellt und erörtert.

Plutarch erzählt in seiner Lebensbeschreibung Cäsar's besondersVieles, was die Persönlichkeit Cäsar's darstellt und woraus hervorgeht,welche Vorstellungen man zu seiner und der späteren Zeit von ihm hatte.So führt er unter Anderen einige Beispiele persönlicher Anhänglichkeiteinzelner Unterbefehlshaber an Cäsar an und fügt hinzu, dass sogar die-jenigen von ihnen, welche unter anderen Feldherren sich in keiner Weisehervorgethan hätten, unter Cäsar's Befehl unüberwindlich gewesen, seien.Cäsar besass die Gabe, die Tapferkeit und den Ehrgeiz durch Beloh-nungen, Rangerhöhungen und hohe Ehrenbezeigungen anzuregen undzu erhalten. Er bewies gleich durch die That. dass er die durch denKrieg erworbenen Schätze und. Reichrhümer nicht zu seiner eigenen Be-reicherung, für seinen eigenen Luxus oder Lebensgenuss gebrauchte,