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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
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276 III. Vom Tode Alexanders d. Gr. bis zu Augustus (32330 v. Chr.).

Feldzug in Afrika im folgenden Jahre, und zwei Jahre nachher nocheinen in Hispanien zu machen. Diese beiden Campagnen, in welchensein Genie und sein Glück erforderlich waren, um ihn als Siegerdaraus hervorgehen zu lassen, wären nicht nöthig gewor-den, wenn er sofort nach der Schlacht beiPharsalus sichan die afrikanische Küste begehen hätte und Cato undScipio dort zuvorgekommen wäre, oder wenn er, sich nachAlexandria wendend, wie er dies wirklich that, vier oder fünf Legio-nen mit sich genommen hätte, zu deren Transport er genug Schiffe besass.Oder wenn nicht auf diese Weise, so hätte er von der scheinbaren Unter-würfigkeit des Ptolemäus profitiren und dessen Züchtigung auf ein Jahrhinausschieben sollen.« Das ist vollkommen richtig, hier lag die Haupt-ursache zu dem unzeitgemässen schwierigen afrikanischen Kriege. Abernicht der unglückselige alexandrinischc Krieg allein war Schuld ander Verzögerung des afrikanischen Krieges, sondern die ganze Reihe derKriege und Feldzüge Cäsar's seit der Zeit, da er Italien einnahm. SeinGegner Pompejus hatte damals seine Hauptkräfte in Griechenland undim Orient, einen Theil in Hispanien und Afrika. Ohne Zweifel lag es inCäsar's Absicht, sich zuerst nach Griechenland, Hispanien oder Afrikazu wenden. Nach reifer Erwägung begab er sich zunächst nach Hispa-nien, obgleich es besser und richtiger zum Ziele zu führen schien, wenner dem Pompejus nach Griechenland gefolgt wäre, und zwar zu Lande,nicht zur See, eine Meinung, die auch Napoleon theilt. Aber die Ereig-nisse in Hispanien, die Belagerung von Massilia, die Angelegenheiten inRom und Italien, der Mangel einer Flotte endlich hielten ihn bis zum Jahre49 auf, er ging zur See nach Epirus nur mit einem Theile seinesHeeres und war gezwungen bis zu seiner Vereinigung mit Antoniusund dem übrigen Theile seines Heeres sich defensiv-offensiv gegendie überlegenen Kräfte des Pompejus und unter ungünstigenUmständen zu verhalten, wo er dann durch den Marsch nach Thessa-lien und die Schlacht hei Pharsalus endlich den Pompejus zu überwindenvermochte. Aber dies Alles hatte ihn aufs Neue a / 4 Jahr aufgehal-ten, und dann erschien er, den Pompejus mit einem Theil seinerTruppen verfolgend, in Alexandria inmitten der gegen ihn sich erheben-den überlegenen ägyptischen Streitkräfte, mit nur 5000 Soldaten und zehnKriegsschiffen und wurde gegen seinen Willen in den beschwerlichenund langwierigen Krieg verwickelt, in welchem er abermals zu offensiv-defensivem Verhalten gezwungen war, bis das Eintreffen von Ver-stärkungen ihm ermöglichte, diesen Krieg durch offensive Operationenund Besiegung des Ptolemäus zu beenden. Dann aber verbringt erzwei Monate auf seiner unwürdige Weise in Alexandria; dies und der Zugaus Aegypten durch Syrien nach Kleinasien gegen Pharnaces halten ihn