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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
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44. Dritter röm. Bürgerkrieg zwischen Cäsar u.Pompejus (4945 v.Chr.). 275

schlagen worden. Am andern Tage rückte Cäsar vor Thapsus, an derSpitze des Heeres als Siegestrophäen die 64 während des Kampfesgewonnenen Elephanten, und forderte die Uebergabe der Stadt. Alleinder Befehlshaber der Garnison war hierzu keineswegs bereit, undCäsar Hess daher zur Fortführung der Belagerung drei Legionen unterBefehl des Proconsuls Bebilus zurück, entsendete den Legaten Domitiusmit zwei Legionen zur Wegnahme von Tisdra, er selbst aber ging mitden übrigen Truppen zuerst nach Hadrumetum, das er einnahm und wo-bei ihm der ganze Schatz Scipio's in die Hände fiel, und dann nach Utica.Hier hatte Cato während dessen vergebens gesucht die Einwohner zumWiderstände aufzureizen: sie waren für Cäsar gestimmt, und Cato,der von ihnen nur so viel erreichen konnte, dass sie den Freunden derpompejanischen Partei erlaubten sich nach Spanien zu begeben, nahmsich darauf selbst das Leben.

Juba war in Begleitung weniger Flüchtlinge vor seiner HauptstadtZama (oder Zamora) angelangt, wo seine Familie und seine Schätze sichbefanden, wurde aber nicht eingelassen, begab sich in sein ausserhalbder Stadt gelegenes Schloss und legte dort gleichfalls selber Hand an sich.

Cäsar zog triumphirend in Utica ein, empfing am folgenden Tagedie Meldung, dass Thapsus übergeben sei, "und wandte sich am drittenTage nach Zama. Nachdem er Juba's Beich, Numidien, in eine römischeProvinz verwandelt hatte, kehrte er nach Utica zurück, legte vielenStädten Contributionen auf, ordnete die Verwaltung von Afrika, undging dann am 10. März (nach Napoleon's Meinung am 13. Juni nach vor-julianischem oder 23. März nach julianischem Kalender) zu Schiffe nachCaralis (heute Cagliari) auf der Insel Sardinien, und von da nach Rom,wo er Anfang Juli (im April nach julianischem Kalender) eintraf, nach-dem er 6 Monate abwesend gewesen und 4. 1 / 2 Monate in Afrika Krieg ge-führt hatte.

§. 319.Betrachtungen.

Der zu spät begonnene, und nicht zu rechter Zeit, ausserdem unterungünstigen Verhältnissen geführte afrikanische Krieg war eben deshalbeiner der schwierigsten für Cäsar und es bedurfte der ganzen Anspan-nung seiner hohen kriegerischen Fähigkeiten, um als Sieger daraus her-vorzugehen. Napoleon I. hebt in seinen Bemerkungen über den alexan-drinischen Krieg dies sehr richtig hervor. »Dieser unglückselige Krieg(wie er ihn mit Recht nennt) gewährte der pompejanischen Partei einenAufschub von neun Monaten, hob ihre Hoffnungen und setzte sie in denStand noch einige Feldzüge zu fuhren, sodass Cäsar gezwungen war den

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