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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
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274 HI. Vom Tode Alexancler's d. Gr. bis zu Augnstus (32330 v. Chr.).

sich zur Flucht uud entblösste dadurch die linke Flanke ihres Heeres,die in Unordnung und Verwirrung gerieth. Die Cavallerie des rechtenFlügels und dann auch das Fussvolk im Centrum von Scipio's Heer er-griff, als sie dies sahen, Bestürzung, sie begannen sich nach ihrem La-ger zurückzuziehen, Anfangs noch in Ordnung und kämpfend. Als aberdie höheren Befehlshaber Scipio's, welche in Cäsar's Hände zu fallenfürchteten und nur darauf bedacht waren sich in Sicherheit zu bringen,die Flucht ergriffen, da kam über die ganze Armee Scipio's eine Pani-que, in Unordnung und wilder Hast floh sie ihrem Lager zu und erlittdurch die auf den Fersen nachsetzenden Feinde grosse Verluste. DasLager war noch nicht fertig verschanzt und eingerichtet, es wurde durchCäsar's Soldaten ohne Mühe erobert. Alles, was sich in demselben zurWehr gesetzt hatte, ward niedergemacht, die Uebrigen flohen eilendsdem Lager zu, welches sie am Abend vorher innegehabt hatten. Da aberkein Offizier mehr bei ihnen war, und sie glaubten, dass diese in dasentferntere Lager Juba's gegangen seien, so eilten sie dorthin, fanden esaber von Cäsar's Truppen besetzt und sammelten sich nun, in ihrer Be-stürzung nirgends Rettung sehend, auf einem nahegelegenen Berge.Hier wurden sie bald durch Cäsar's Truppen umzingelt, streckten dieWaffen und baten um Gnade. Aber Cäsar's.Soldaten waren so ergrimmtund erbittert, dass sie trotz Cäsar's Befehl ihre Landsleute und Waffen-gefährten zu schonen und ungeachtet aller Bemühungen der Offiziere sieabzuhalten, keinen Pardon gaben und Alles bis auf den letzten Mannniedermachten. Damit war aber das Blutvergiessen noch nicht zu Ende:auch die überall versprengten Besiegten konnten nirgends Rettung fin-den, wurden überall hin verfolgt und mussten über die Klinge springen.Umsonst waren alle Anstrengungen Cäsar's selber seine Truppen fest zuhalten, er konnte nicht einmal eine Menge römischer Bürger schützen,die sich bei ihm befanden und auf welche die Soldaten sehr erzürnt wa-ren, da sie sie im Verdacht hatten, Anhänger der pompejanischen Parteizu sein. 10,000 Todte bedeckten die Wahlstatt, der Rest wurde bei derVerfolgung umgebracht, nur Wenigen gelang es zu entkommen. Labie-nus, Afranius, Petrejus und die übrigen Unterbefehlshaber des Scipio-nischen Heeres waren die ersten, welche flohen und sich zu retten such-ten, sie vermochten aber weder zu Lande noch zur See zu entkommenund wurden niedergemacht, Labienus allein entkam nach Hispanien.Scipio schlug sich glücklich bis an das Meeresufer durch, mit einigenSchiffen wandte er sich nach Hispanien, wurde aber von Cäsar's Schiffenam Mercurius-Vorgebirge (heute Cap Bon) erreicht und fiel im Kampfe.

Cäsar's Verlust belief sich auf nur 50Mann Todter und eine geringeAnzahl Verwundeter. Noch während der Schlacht hatte die Besatzungvon Thapsus einen Ausfall gemacht, war aber mit Verlust zurückge-