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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
Entstehung
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258 HL Vom Tode Alexander's d. Gr. bis zu Augustus (32330 v. Chr.).

rechten Flügels eine Wendung nach rechts zu machen, ebenso des linkennach links, um seine Frontlinie zu verlängern. Zu gleicher Zeit Hess erdurch seine Cavallerie auf beiden Flanken die Numidier vertreiben unddadurch die angegebene Bewegung des Fussvolks verdecken undschützen, demnächst auch die Numidier vor seiner Frontlinie verjagen,und dann seine Cavallerie sich vor den Cohorten in Schachbrett-Ordnungmit Intervallen zum Durchlassen des Fussvolks aufstellen. Nachdemdies Alles sowohl nach vorn wie nach hinten in grösster Schnelligkeitausgeführt war, stürzten plötzlich beide Linien im Lauf auf den Feindund trieben ihn in die Flucht. Hierbei muss Cäsar's rechter Flügelfrüher oder heftiger angegriffen haben, denn der Feind bog seinen Flü-gel zurück bis an die Hügelkette, an welche sein rechter Flügel ange-lehnt war*). Das Eesultat dieses heissen Kampfes (der am 4. Januar46 nach damaligem, oder am 17. October 47 nach julianischem Kalendervor sich ging) war dies, dass die Abtheilungen des Labienus sich eiligauf die Hügelkette rechts von ihnen zurückzogen; Cäsar verfolgte sienur bis zu diesen Hügeln und kehrte dann in sein Lager bei lluspinazurück, den ihm folgenden Labienus mit Erfolg abwehrend. Wenn manbedenkt, dass am Vorabend dieses Kampfes er in See gehen wollte, umdie noch fehlenden Schiffe seiner Flotte aufzusuchen und dies nur des-halb unterliess, weil diese Schiffe zur selben Zeit bei ihm eintrafen, sokann man nicht umhin hierin einen besonderen Glücksfall für ihn zu er-blicken. Hätte Labienus Cäsar's Heer während seiner Abwesenheit an-gegriffen, so konnte Cäsar, falls er besiegt wurde, in eine verzweifelteLage gerathen. Ein Glück für Cäsar war ferner auch dies, dass es ihmgelang, die überlegenen Kräfte des Labienus abzuwehren; es ist nurseltsam und unbegreiflich, dass er weder über die Kräfte des Scipio.noch über dessen und des Labienus Anmarsch in überlegener Stärkeirgend Etwas wusste und daher ganz unerwartet auf den Letzteren stiess.Labienus ging nach Hadrumetum zurück, um sich mit dem dorthinmarschirenden Scipio zu vereinigen. Auf die das Lager in bedeutenderEntfernung umgebenden Hügel stellte er Abtheilungen leichter Cavalle-rie, um die Zufuhren aus dem Innern des Landes abzufangen. DieHauptabsieht Scipio's war, Cäsar mit allen seinen Kräften anzugreifenund zu schlagen, noch ehe er sich bei ßuspina festgesetzt hätte. Aberdies hätte er weit rascher und früher ausführen müssen, denn Cäsar hatte

*) Die Darstellung aller dieser Evolutionen Cäsar's ist in seinen Schriften sehrdunkel und unverständlich, trotz aller Bemühungen Guischard's sie aufzuklären.Die Truppen des Labienus müssen sich zu sehr ausgedehnt, die Linie dadurch zer-rissen haben, und konnten den Stoss der alten römischen Cohorten in fest geschloss-ner Ordnung nicht aushalten.