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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
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44. Dritter rifiri. Bürgerkrieg zwischen Cäsar u. Pompejus (4945 v. Chr.). 259

sich bereits verschanzt und seine Armee und Flotte bei Ruspina beisam-men. Da er nicht wagte mit seiner Armee ins offene Feld zu rücken (siewar noch nicht 30,000 Mann stark), so verschanzte Cäsar sein Lager mög-lichst stark, verband es mit Ruspina und dem Meere durch verschanzteLinien mit Thürmen darauf, und traf alle möglichen Massregeln zur Ab-wehr der Angriffe Scipio's. Unter Anderm bildete er aus den Matrosenund Soldaten seiner Schiffe ein Corps leichten Fussvolks, verwendeteeinige überflüssige Schiffe zum Bau von Kriegsmaschinen auf den Wällen,richtete verschiedenartige Werkstätten ein, sandte nach Sicilien umdiverse durchaus erforderliche Materialien u. s. w., kurzum er übersahNichts, nicht die geringste Kleinigkeit, und kümmerte sich persönlichum Alles. Dabei hielt er den Lager- und namentlich den Wachtdienstaufs Strengste aufrecht. Nur die Verpflegung seiner Truppen machteihm viele Sorge, weil sich auf dem Meere eine Menge ScipionischeSchiffe befanden, welche die für ihn bestimmten Zufuhren aus Sicilienabfingen. Er suchte durch Ankauf von Vorräthen bei den Kaufleutenvon Ruspina Hülfe zu schaffen, das konnte aber die Verproviantirung derArmee nicht lange sicher stellen.

Während dessen war Scipio endlich in Hadrumetum eingetroffen,verweilte dort aber zwei Tage, vereinigte sich dann mit Labienus undPetrejus und erschien am nächsten Tage auf der Ebene von Ruspina.Es scheint, dass er einen Angriff auf Cäsar's Lager zu gewagt hielt und«s vorzog ihn einzuschliessen und zum Verlassen des Lagers wegen Man-gels an Lebensmitteln zu zwingen, mit einem Wort, dasselbe zu thun,was Cäsar bei Dyrrhachium gegen Pompejus gethan hatte. Aber erführte keineswegs das aus, was man von ihm erwarten konnte undmusste. Zunächst nämlich bezog er ein Lager in einer Entfernung vonüber 1 Meile (etwa 1 >/ 2 Kilometer) von Ruspina, und dann besetzte ereine Menge von Punkten nicht, durch deren Besetzung er Cäsar's Lagerhätte vollkommen einschliessen und ihm die Verbindungen mit dem In-nern des Landes abschneiden können, er vernachlässigte den strengenLager- und Wachtdienst, namentlich bei seiner unregelmässigen leichtenCavallerie, welche ihre Obliegenheiten sehr schlecht vollführte.

Cäsar dagegen wendete alle erdenklichen Mittel zur Schädigung desFeindes an. Zu diesem Zwecke verband er sich mit einem ehemaligenrömischen Unterbefehlshaber Namens Sitius, der in die CatilinarischeVerschwörung verwickelt gewesen und nach Afrika geflohen war, wo er«inen Haufen bewaffneter Landleute zusammengebracht hatte, mit wel-chen er für Geld den kleinen Fürsten des Landes diente. Sitius beredeteden mauretanischen König Bocchus in Numidien einzufallen, um Jubadadurch zu zwingen sich von Scipio zu trennen. Dies hatte den ge-wünschten Erfolg: Juba kehrte wirklich nach Numidien zurück. dem

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