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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
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254 HI. Vom Tode Alexanders d. Gr. bis zu Augustus (32330 v. Chr.).

stärkste derselben zur Beobachtung an der Küste von Sicilien bestimmt.Und gerade die Bewachung der feindlichen Ufer hätte die wichtigsteund hauptsächlichste Aufgabe sein müssen, die der afrikanischen Küstenkonnte durch eine genügende Anzahl leichter Schiffe ausgeführt werden.Diesen Streitkräften, ihrer Vertheilung und dem OperationsplaneScipio's gegenüber bietet das Verfahren Cäsar's ein ganz besonderesInteresse.

§. 315.

Massregeln Cäsar's, seine Ueberfahrt nach Sicilien und Afrika, undseine Defensiv-Operationen bei Ruspina.

Nachdem Cäsar in Kom die Ruhe wieder hergestellt, seine Legionencompletirt und einige neue ausgehoben hatte, gab er den Befehl, in denHäfen Italiens Transportschiffe zu miethen und auszurüsten, und setzteseine Armee nach dem Sammelplatze, Lilybaeum in Sicilien, in Bewe-gung, von wo bis zum Vorgebirge des Mercurius (heute Cap Bon) inAfrika ungefähr 24 Meilen (37 Werst oder Kilometer) Entfernung waren.Er selbst traf am 30. September des Jahres 47 daselbst ein. In seinerUngeduld, die Truppen so rasch als möglich auf die Schiffe zu bringen,gab er Befehl, dass die in Lilybaeum befindliche neu ausgehobene Le-gion nebst 600 Mann Cavallerie sich sofort einschiffen solle. Um aberpersönlich dies beaufsichtigen zu können und um zu zeigen, welchen be-sonderen Werth er darauf legte, obgleich ein widriger Wind wehte unddie Jahreszeit überhaupt für die Schifffahrt sehr ungünstig war, Hess ersein Zelt dicht am Ufer des Meeres aufschlagen und erlaubte Niemandvon den Schiffen ans Land zu gehen. Inzwischen trafen täglich neueKriegs- und Transportschiffe und Legionen ein, und als sechs Legionenmit 2000 Mann Reiterei beisammen eingeschifft waren, Hess Cäsar sie inSee stechen und zu der Insel Aponiana (heute Favagnana) fahren, einerder ägatischen Inseln, wo sie die Ankunft der übrigen Schiffe aus allenHäfen Siciliens abwarten sollten. Dann ging er selbst, nachdem er demPrätor von Sicilien die nöthigen Befehle wegen der Ueberfahrt der andernSchiffe ertheilt hatte, am 8. October nach Aponiana ab und wandte sichvon dort mit sämmtlichen Schiffen und Truppen direct zum Vorgebirgedes Mercurius. Die Ueberfahrt dahin war nicht glücklich: die widrigenWinde der Herbst-Tag- und Nachtgleiche zerstreuten Cäsar's Flotte indem Maasse, dass er fast alle seine Lastschiffe aus dem Gesicht verlorund nur wenige Kriegsschiffe bei sich behielt. Unglücklicherweise hatteer diesmal nicht, wie er es sonst zu thun pflegte, den Befehlshabern der