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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
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43. Dritter röm. Bürgerkrieg zwischen Cäsar u. Pompejus (4945 v. Chr.). 235

§. 305.

Eintreffen der 37. Legion bei Cäsar; Operationen und SiegeCäsar's zur See bei Alexandria.

Kurz darauf traf die 37. Legion zur See von Rhodus her ein. Siewar aus den Trümmern der pompejanischen Armee gebildet und durchDomitius mit Lebensmitteln, Waffen, Geschütz und Maschinen aller Artabgesandt worden. Das sie führende Geschwader ging westlich vonAlexandria (nahe dem heutigen Burg el Marabet) vor Anker, weil dergerade herrschende Wind ein Einlaufen in den neuen Hafen unmöglichmachte. Um es zu retten und in den neuen Hafen zu bugsiren, segelteCäsar mit allen darin befindlichen Schiffen, aber ohne jede andere, alsdie Matrosen-Bemannung aus. Als die Aegypter dies erfuhren, schick-ten sie ihre sämmtlichen Schiffe, aber mit Truppen darauf, gegen Cäsarab. In Folge dessen kam es zu einem Seekampf, in welchem Cäsar denAegyptern ein grosses Kriegsschiff wegnahm, ein anderes versenkte unddie ganze ägyptische Flotte genommen oder vernichtet haben würde,wenn nicht die Nacht hereingebrochen wäre; so gelangte sie aber nochglücklich in den alten Hafen und im Triumph führte Cäsar sein Geschwa-der in den neuen Hafen.

Dieser Unfall der Aegypter bewog Ganymedes, die Flotte erheblichzu verstärken. Er Hess alle noch im alten Hafen befindlichen Schiffeeifrigst ausbessern, die nöthigen Materialien überall herbeischaffen, allein den verschiedenen Nil-Mündungen liegenden und sie schützendenSchiffe zusammenbringen, und hatte in kurzer Zeit 22 vierrudrige, fünffünfrudrige und eine Menge kleinerer Schiffe beisammen, welche von er-fahrenen und geschickten Seeleuten geführt wurden.

Cäsar hatte dagegen neun rhodische, acht pontische, fünf syrischeund zwölf kleinasiatische Schiffe, im Ganzen 34, unter denen nur 5Fünfruderer und zehn Vierruderer sich befanden, während die übrigen 19von geringerer Grösse waren. Trotzdem lief er mit denselben aus demneuen Hafen aus, umsegelte den Leuchtthurm und stellte sich dem altenHafen gegenüber in Schlachtordnung, die rhodischen Schiffe auf demrechten, die pontischen auf dem linken Flügel. Als die ägyptische Flottedies sah, machte sie sich auch zum Kampf bereit. Aber um das Treffenbeginnen zu können, musste die eine oder andere Flotte nothwendiger-weise zuerst drei gefährliche Durchgänge zwischen Felsenriffen passiren,welche quer vor der Einfahrt des alten Hafens lagen, sodass also die-jenige Flotte, die sich zuerst dazu entschloss, sich grosser Gefahr aus-setzte. Der Anführer aber der rhodischen Schiffe, Euphranor, erbot sich,