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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
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216 HI. Vom Tode Alexanders d. Gr. bis zu Augustus (32330 v. Chr.).

abgezogen, d. h. also gerade dem Pompejus entgegen, obne Ahnung da-von, dass er dadurch nicht nur seine Vereinigung mit Cäsar erschwerte,sondern sich auch der Gefahr aussetzte, auf die ganze pompejanischeArmee zu stossen und von ihr geschlagen zu werden. Die Verbindungenzwischen Cäsar und Domitius waren sehr erschwert, ja man kann sagenzerrissen, und zwar dadurch, dass nach dem für Cäsar unglücklichenGefecht bei Dyrrhachium und nach Cäsar's Abzug von dieser Stadt seineGegner überall das Gerücht verbreitet hatten, dass er aufs Hauptgeschlagen sei, seine ganze Armee eingebüsst und sichnur durch die Flucht vor Pompejus gerettet habe! Eswar deshalb für Cäsar wie für Domitius unmöglich, einzelne Leute oderAbtheilungen einander zuzuschicken, hatten doch sogar viele Städte andem Wege des Einen wie des Andern jede Beziehung zu ihnen verwei-gert. Zum Glück indessen für Cäsar gelang es einer Keiter-Patrouilledes Domitius, einige der von Cäsar zu Pompejus übergegangenen Allo-broger zu ergreifen, von denen sie den thatsächlichen Stand der Dingeerfuhren. In Folge dessen wendete Domitius, der nur noch vier Weg-stunden von Pompejus entfernt gestanden hatte, sich sofort nach Süden,eilte nach Aeginium, einer thessalischen Grenzstadt, und stiess wohl-behalten am 5. Juni bei Gomphi zu Cäsar, welcher ebenso rasch ihmentgegen geeilt war. Leider sagt Cäsar gar Nichts darüber, welche Wegebis hierher und später noch Domitius, Cäsar selbst und Pompejus ein-geschlagen haben.

Die Bewohner der Stadt Gomphi wollten Cäsar nicht einlassen, demin seiner augenblicklichen Lage Nichts übrig blieb, als die Stadt zu er-stürmen, wonach er sie zum warnenden Exempel für die Andern seinenSoldaten überliess Von hier rückte er sogleich nach Metropolis, welchezuerst ihn auch nicht einlassen wollte, dann aber, als sie Gomphi'sSchicksal erfuhr, ihre Thore öffnete. Cäsar ging schonend mit den Ein-wohnern um, und die beiden Beispiele von Gomphi und Metropolis mach-ten solchen Eindruck auf die übrigen Städte Thessaliens, dass diese allesich Cäsar unterwarfen, mit Ausnahme von Larissa am Flusse Peneus,wo Scipio sein Lager aufgeschlagen hatte. So stand nun der mit Domi-tius vereinte Cäsar bei Metropolis in centraler Stellung zwischen dembei Larissa lagernden Scipio und dem von Heraklea in Thessalien ein-marschirenden Pompejus. Dies war die Folge der raschen und ge-schickten Märsche Cäsar's und des Domitius, sowie der im Gegensatzdazu ungeschickten und langsamen Bewegungen des Pompejus und Sci-pio. Statt dass die Letzteren den Domitius von zwei Seiten leicht undbequem hätten erdrücken und dann mit vereinter Macht sich gegen Cäsarwenden können, waren sie jetzt selbst durch den central zwischen ihnenstehenden und mit Domitius vereinten Cäsar getrennt. Diese geschickt