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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
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41. Dritter röni. Bürgerkrieg zwischen Cäsar u. Pompejus 494S v. Chr.). ] 83

Nacht heimlich in aller Stille aufbrechen wollten. Um sie daran zu ver-hindern, Hess er laut auf allen Hörnern das Signal zum Aufbruch blasen.Als sie das hörten, blieben Afranius nnd Petrejus, um namentlich mitRücksicht auf den Ungeheuern Tross bei ihrem Heere ein Nachtgefechtzu vermeiden, in ihrem Lager stehn und warteten auf eine günstigereGelegenheit zur Fortsetzung ihres Kückzuges. Es kam auf beiden Seitennoch hinzu, dass ihnen die Gegend gänzlich unbekannt war. BehufsEecognoscirung wurden beiderseits besondre Offiziere ausgeschickt,welche die Nachricht brachten, dass bis zum Iberus hin das Terrainausserordentlich durchschnitten sei und aus Bergen und Engpässen be-stehe, und dass, wer diese zuerst besetze, leicht den Gegner vom Iberusabschneiden könne. In Folge dessen beriefen die pompejanischen Legateneinen Kriegsrath, der sich dafür entschied, dass am folgenden Morgender Rückzug fortgesetzt werden solle. Cäsar dagegen trat mit Tagesan-bruch einen Umgehungsmarsch nach links hin an, welcher ihm auchvollkommen gelang. Als der Feind beim Aufgang der Sonne die Bewe-gung nach der Flanke bemerkte, dachte er zuerst, dass Cäsar wegenMangel an Lebensmitteln nach Ilerda abmarschire. Bald aber, als sie er-kannten, dass Cäsar's Truppen sie bereits in der rechten Flanke umgingen,Hessen Afranius und Petrejus alle Bagage unter dem Schutze zweier Co-horten im Lager zurück und brachen mit den übrigen Truppen ohne allesGepäck zum Iberus hinauf. Cäsar setzte mit seiner Infanterie die Um-gehung fort, während er seine Cavallerie dem Feinde dicht folgen undihn festhalten Hess. Das aussergewöhnlich schwierige und durchschnit-tene Gebirgsterrain hemmte auf beiden Seiten die Bewegung in bedeu-tendem Masse, die des Feindes wurde ausserdem noch durch Cäsar'sReiterei aufgehalten. Jedenfalls befand sich der Feind in jeglicher Hin-sicht in einer weit ungünstigeren Lage.

Endlich hatte Cäsar die Punkte erreicht, wo er dem Feinde denweiteren Rückzug versperren konnte, und rückte nun, seine Armee inSchlachtordnung formirend, in einer dort befindlichen kleinen Ebene ge-gen denselben vor. Dieser, von Cäsar vorn, von 'dessen Reiterei hintenbedrängt, blieb auf einer Anhöhe stehen, und von hier aus schickte Afra-nius vier Cohorten hispanisches Fussvolk aus, um einen Platz für dasLager, auf einem hohen Berge im Angesicht beider Heere, zu besetzen.Aber diese vier Cohorten wurden durch Cäsar's Cavallerie, welche diefeindliche Armee bereits auf drei Seiten umfasst hatte, abgeschnitten,attakirt, umzingelt und niedergemacht. Alle Umstände begünstigten inhohem Grade einen entscheidenden Angriff" Cäsar's auf den Feind. undalle seine Legaten und Tribunen machten ihm Vorstellungen, dass erdazu schreiten solle. Cäsar gab ihnen aber nicht nach, wie er in seinenAufzeichnungen sagt: 1) weil er hoffte, die Sache ohne Kampf zu Ende