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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
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4]. Dritter röra. Bürgerkrieg zwischen Cäs;ir u. Pompejiis (4948 v. Chr.). 179

yicoris und Oinga steigen, führte eine Uebersckwemmung herbei undzerstörte beide Brücken Cäsar's. Afranius hatte sich schon frühersämmtlicher Schiffe auf beiden Flüssen bemächtigt, und Cäsar, auf allenSeiten von Wasser umgeben, begann bereits an Lebensmitteln und Fou-rage, die er sich nirgends verschaffen konnte, Mangel zu leiden. DieArmee des Afranius dagegen befand sich in weit besserer Lage, da sieauf einer Anhöhe stand, Vorräthe an Lebensmitteln und Fourage besassund vermittelst der stehenden steinernen Brücke über den Sicoris sichauf dem linken Ufer stets neue verschaffen konnte.

Die Ueberschwemmung der Flüsse hielt mehrere Tage an, und da-mit wurde zugleich Cäsar's Lage von Tage zu Tage schlimmer. Baldgesellte sich hierzu noch ein weiterer für Cäsar nachtheiliger Umstand.Aus Gallien wurde ihm ein grosser Transport zugeführt mit einer Mengevon Fuhrwerk, Bagage und Nicht-Combattanten aller Art (an 6000 Men-schen), unter einer Bedeckung von Bogenschützen und einer starkenReiterabtheilung, die aber ohne gemeinsamen obersten Führer und ohnedie nöthige Ordnung und Vorsicht marschirteu. Die Inundation hielt denWeitermarsch dieser Masse von Menschen, Vieh, Wagen und Bagageauf. Afranius brach mit seiner Reiterei und drei Legionen gegen dieselbeauf und griff sie an. Die gallische Reiterei vertheidigte den Transporteinige Zeit lang sehr tapfer und gewann dadurch für Alle Zeit sich inSicherheit zu bringen, sodass der Verlust auf nur einige Fahrzeuge undTrossknechte, 200 Bogenschützen und einige Reiter beschränkt blieb.Nichtsdestoweniger gestaltete sich die. Lage der Armee Cäsar's immerschwieriger und gefahrvoller, eine allgemeine Hungersnoth brach schonherein. Mehrere zum Futterholen ausgeschickte Abtheilungen kamengar nicht wieder zurück, die Bagage' der Armee wurde im Stich ge-lassen. Dies Alles erfuhr auch Afranius, es wurde nach Rom und sogaran Pompejus berichtet, der jetzt selbst nach Hispanien hätte gehenmüssen und gehen können, dies aber nicht für nöthig hielt.

ludessen konnte man unmöglich annehmen, dass ein Feldherr wieCäsar nicht irgend ein Mittel gefunden haben sollte, um sich aus seinerschwierigen Lage zu ziehen. Uik1_so war es in der That: er Hess einigeleichte Schiffe, theils aus Holz, theils aus Flechtwerk bauen, mit Lederbeziehen und mit Harz bestreichen. Diese Schiffe wurden bei Nachtauf Wagen an das Ufer des Sicoris gebracht und dort ins Wasser gelas-sen. Ein Truppencorps setzte vermittelst derselben aufs linke Ufer überund verschanzte sich dort auf einem Berge noch vor Tagesanbruch. Nunschickte Cäsar eine ganze Legion dorthin, binnen zwei Tagen war andieser Stelle eine Brücke geschlagen, über welche die Fouragirungenausgeschickt und der Transport herangezogen werden konnten. Andemselben Tage, da die Brücke fertig geworden war, ging ein grosser

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