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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
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178
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178 HI. Vom Tode Alexanders d. Gr. bis zu Aiigustus (32330 v.Chr.).

Dies gelang aber dem Cäsar nicht; Afranius schickte die Wacht-Cohor-ten vor, welche den Berg noch vor den Truppen Cäsar's besetzten. Afra-nius sowohl, wie Cäsar sandten ihren Truppen Verstärkungen zu,schliesslich aber mussten sich Cäsar's Truppen in ziemlich grosser Un-ordnung zurückziehen. Um dieses für ihn ungünstige Treffen wieder aus-zugleichen, schickte Cäsar die neunte Legion vor, deckte den Rückzugseiner Truppen und zwang den in Unordnung vordringenden Feindeiligst hinter die Mauern von Ilerda zurückzugehen. Hierbei wurde aberdie neunte Legion wieder zu weit fortgerissen, kam in ungünstiges Ter-rain und wurde anfänglich zurückgedrängt, zwang aber endlich ihrer-seits den Feind zum Rückzuge. Bei diesem ersten Treffen hatte Cäsareinen höheren Führer und 600 Soldaten verwundet verloren (die Zahlder Todten wird nicht angegeben), Afranius dagegen vier Centurionenund über 400 Krieger an Todten. Für ein so heisses und länger als fünfStunden währendes Gefecht noch kein übermässiger Verlust. Uebrigenshatte Cäsar durch die Lage seines neuen Lagers den Vortheil erlangt,dass er im Besitz des fruchtbaren Landstriches zwischen dem Sicorisund dem unterhalb Ilerda in denselben mündenden Flüsschen Cinga warund vermöge seiner zahlreichen Cavallerie den Afranius aller Mittel be-raubte, durch Fouragirungen sich Lebensmittel zu verschaffen. Seinebeiden Brücken setzten ihn in die Lage auf beiden Seiten des Sicoris zuoperiren und sicherten die Verbindung zwischen beiden Ufern. Und daer sehr nahe bei Afranius stand, so erschwerte er diesem alle heimli-chen Bewegungen und sah mit Sicherheit voraus, dass derselbe wegenMangel an Lebensmitteln bald gezwungen sein werde, .seine Stellungaufzugeben.

Afranius aber liess den zwischen seinem Lager und Ilerda gelege-nen Berg befestigen, ein Umstand, der trotz Allem, was Cäsar in seinenSchriften darüber sagt, diesem sehr unangenehm sein musste, nament-lich auch deshalb, weil sein Glück, an das er so blind glaubte, ihnzum ersten Male und bei dem ersten Zusammenstoss mitrömischen Truppen veiiiess, die überdem von einem, seiner Mei-nung nach, weit unter ihm stehenden Feldherrn befehligt wur-den. Er mochte weder die Anhöhe in des Afranius Gewalt lassen, nochsie angreifen und sich dadurch zu einem allgemeinen Kampfe fort-reissen lassen, zumal in solchem ihm ungünstigen Terrain; erwägt mandies Alles zusammen, so kann man nicht umhin denWortenGuischard'sbeizupflichten: si la fortune lui manqaa cette fois, il Tavait au moinstentS'e en grand komme.

Zwei Tage nach diesem ersten Kampfe trat ein andrer ungünstigerUmstand ein, welcher noch weit schädlichere und gefährlichere Folgenfür Cäsar haben konnte. Heftiges Unwetter machte das Wasser im