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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
Entstehung
Seite
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41. Dritterröm.Bürgerkrieg zwischen Cäsar u.Ponrpejus' (4948v.Chr.). 163

bestieg er heimlich einen Miethswagen und eilte auf Umwegen nachAriminum. Am folgenden Morgen fand er bei seinem Eintreffen am ßu-bicon (heute Fiumicino) bereits die 13te Legion nebst den300Eeitern vor.Ehe er das Zeichen zum Ueberschreiten dieses Flusses gab, überlegteund zauderte er, wie Plutarch berichtet, Angesichts des wichtigen

Schrittes, den zu thun er im Begriff stand.....Aber dieses Zaudern

konnte bei einem Manne wie Cäsar und unter Verhältnissen wie die vor-liegenden nur einen Augenblick währen, und mit den Worten: aleajactaest! (der Würfel ist gefallen!) gab er den Befehl zum Uebergang und

zum Beginn des Bürgerkrieges.....

Die beiderseitigen Kräfte, Mittel und Hülfsquellen standen zu dieserZeit in gar keinem Verhältniss zu einander. Cäsar hatte nur zwölf vonseinen Legionen, keine Flotte, und war lediglich auf seine eignen Mittelund Kräfte angewiesen. Pompejus dagegen besass in seiner vollenMacht nicht allein seine Legionen in Hispanien^und Afrika, sondernauch alle übrige bewaffnete Macht zu Lande wie zur See, und alleKriegsmittel und Hülfsquellen in Italien, Griechenland und dem Orient.Cäsar herrschte nur in den drei Gallien (dem cisalpinischen, narbonen-sischen und dem kaum unterworfenen transalpinischen) und in IHyrien,Pompejus dagegen in dem gesammten übrigen weiten Territorium desStaates in Europa, Afrika und Asien. Der Anschein eines Beschützersder Freiheit der Kepublik gegen die Alleinherrschaft einer Person warin gleicher Weise auf Cäsar's wie auf Pompejus' Seite; aber Cäsarstandallein, und hatte hinter sich nur seine Anhänger und das beherrschteVolk, Pompejus hingegen den Senat, die gesammte Aristokratie und dieersten Männer des Staates, welche die höchsten und angesehenstenAemter bekleideten. Was bedeuteten aber alle diese Vortheile des Pom-pejus gegenüber den sie weit übertreffenden Vortheilen andrer Artauf Cäsar's Seite! Durch den Krieg in Gallien hatte der Letztere darge-than, dass er ein aussergewöhnlicher Mensch, ein grosser Feldherr war.Er verfügte nur über zwölf Legionen, aber diese waren unter seiner Füh-rung zu siegen gewohnt, unüberwindlich, in Strapazen undKämpfen gestählt, mit Begeisterung an ihrem Imperator hängend(Imperator, so nannten die römischen Soldaten schon seit lange ihreFeldherren) und für ihn zu Allem bereit. Allerdings befanden sie sichnicht alle bei ihm (wie oben bemerkt). Aber wie alle grossen Feldherrenbedeutete er selbst eine ganze Armee! Sein Ruhm hatte schon alle römi-schen Krieger und Bürger mit Entzücken erfüllt, sein Name war derSchrecken seiner Feinde. Er brauchte nur in Italien zu erscheinen, sostanden Truppen und Volk unzweifelhaft auf seiner Seite, und seineFeinde, trotzdem sie die Macht in den Händen hatten, Pompejus an derSpitze, würden erschreckt auseinander gestoben sein, ihm die Gewalt,

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