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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
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160 HI. Vom Tode Alexanders d. Gr. bis zu Augustus (32330 v. Chr.).

besondren Sicherung den Cicero aus der Verbannung zurück, wenngleicherst nach heftigen Unruhen und Unordnungen, welche bei diesem An-lass durch den Tribunen Milo in Kom angestiftet wurden. Aber Clodiusverlor dadurch nur wenig an Einfluss, sodass Pompejus, um den Unruhenein Ende zu machen und seine Popularität wieder zu befestigen, sich zumPräfecten der Lebensmittel (praefechts annonae) oder zum Intendantender Republik ernennen liess.

Allein der abwesende Cäsar wusste die Thätigkeit seiner Anhängerin Rom derartig anzuregen, dass die auf ihn neidischen Pompejus undCrassus nur an Aufrechthaltung ihres Einflusses dachten und dazu die-selben Mittel ergriffen, welche Cäsar anwendete. Diesmal indessenwurde durch die Bemühungen des Crassus die Eintracht zwischen denTriumvirn noch bewahrt und im Jahre 56 durch einen zu Lucca von ihnengeschlossenen Vertrag bestätigt, durch welchen Cäsar seine Verwaltungauf weitere fünf Jahre (56 51) mit acht Legionen verlängert, Pompejusund Crassus aber für das Jahr 55 das Consulat und demnächst, der Er-stere die Verwaltung Hispaniens, der Letztere die von Syrien zuge-sichert erhielten.

Im Jahre 55 erreichte Pompejus wie Crassus sein Ziel, allerdingserst nach neuen heftigen Unruhen und Aufständen in Rom bei der Be-setzung des Forums zu Rom durch den Einen oder den Andern, in wel-chem der bereits von der Insel Cypern zurückgekehrte Cato Beiden mitseinem Anhange kräftigen Widerstand entgegenstellte.

Im Jahre 54 fasste Crassus in der Absicht, sich gleich Cäsar inSyrien ein erfahrenes und ihm ergebnes Heer heranzubilden, den Ent-schluss, den'Parthern den Krieg zu erklären, deren König zu jener ZeitOrodes I. oder Arsaces XIV. war. Aber Crassus stiess Seitens der Parthernicht allein auf die höchste Tapferkeit, sondern auch auf eine für dierömischen Truppen ganz neue Art der Kriegführung (s. den dritten Band32. Kapitel §. 214). Im Jahre 53 ging er über den Euphrat, rückte dannaber, Verräthern Gehör schenkend, in eine Ebene, wo die parthischeReiterei so geschickt operirte und der römischen Armee einen solchenVerlust beibrachte, dass Crassus gezwungen war den Rückzug anzu-treten.

Hierdurch vermehrten sich aber noch die Schwierigkeiten, Gefahrenund Verluste seiner marschirenden Armee, und endlich knüpfte CrassusUnterhandlungen an. Während dieser Unterhandlungen brachen bei denParthern Meutereien aus; Crassus wurde erschlagen, sein Heer zumTheil aufgerieben, zum Theil in Gefangenschaft geschleppt, und von den100,000 Mann desselben kehrten unter Führung des Cassius kaum10,000 Mann nach Syrien zurück. Die Parther nahmen Besitz von ganzMesopotamien, drangen in Syrien ein und lagen seit dieser Zeit mit den